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Unterirdisches Kohlendioxid: Sind CO2-Endlager eine gute Idee?

Erneuerbare Energien, Energiesparlampen und E10: Der Kampf gegen den Klimawandel wird an vielen Fronten geführt. Aber nicht immer sind diese Lösungen so umweltfreundlich, wie es auf den ersten Blick scheint. Über den Sinn und Unsinn der geplanten unterirdischen CO2-Speicher haben wir mit einem Gegner und einer Befürworterin gesprochen.

Die Atomkraft hat in Deutschland ausgedient. Aber bis wir den größten Anteil unseres Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen können, sind wir noch auf klassische Energieerzeuger angewiesen. Dazu gehören auch Kohlekraftwerke. Die gelten jedoch wegen des hohen CO2-Ausstoßes als klimaunfreundlich. Um die Klimabilanz dieser Kraftwerke zu verbessern, wird nun die Möglichkeit erforscht, Kohlenstoffdioxid unterirdisch zu speichern.

Katharina Blömer - beschäftigt sich bei Vattenfall vor allem mit der CSS-Technologie.

beschäftigt sich bei Vattenfall vor allem mit der CSS-Technologie.
Katharina Blömer

Dabei soll CO2 flüssig ins Erdreich gepresst und dort gelagert werden. Diese Technologie des „Carbon Dioxide Capture and Storage“ wird unter dem Kürzel CCS zusammengefasst.

Kurz vor der Sommerpause haben Union und FDP per Gesetz beschlossen, diese umstrittene CCS-Technologie zu testen. Das Gesetz dazu muss allerdings noch durch den Bundesrat, bevor die ersten Testlager gebaut werden können. Eines der Unternehmen, die sich für die unterirdische CO2-Speicherung einsetzen, ist der Energiekonzern Vattenfall. Katharina Blömer von Vattenfall erklärt warum:

Dr. Reinhard Knof - ist zweiter Vorsitzender der <em>Bürgerintitative gegen das CO2-Endlager e. V.</em>

ist zweiter Vorsitzender der Bürgerintitative gegen das CO2-Endlager e. V.
Dr. Reinhard Knof

In vielen Bundesländern gibt es bereits Bürgerinitiativen gegen CO2-Endlager. Sie befürchten zum Beispiel, dass das Kohlendioxid die Wasserversorgung gefährdet.

Auch ein unabhängiger Gutachter warnte vor diesem Risiko. Zudem sei die CCS-Technologie keine Zukunftstechnologie, argumentieren die Gegner.

Sobald genug Strom aus regenerativen Energien gewonnen werden kann, werde die Technologie überflüssig. Im Interview mit Dr. Reinhard Knof von der „Bürgerinitiative gegen das CO2-Lager e.V.“ haben wir über diese Bedenken gesprochen:

Der Kampf gegen den Klimawandel wird an vielen Fronten geführt. Doch nicht alle Lösungen, die Wissenschaftler, Unternehmen oder Regierungen entwickeln, sind so umweltfreundlich, wie sie auf den ersten Blick wirken. Biogasspeicher stehen zurzeit besonders stark in der Kritik und auch über den Sinn und Unsinn der von der Regierung geplanten CO2-Endlager wird heftig debattiert.

Kurz vor ihrer Sommerpause haben Union und FDP per Gesetz beschlossen, die umstrittene neue Technologie zu testen. Das Gesetz muss allerdings noch durch den Bundesrat, bevor die ersten Testlager gebaut werden können. Das Kohlendioxid, das in Kohlekraftwerken entsteht, soll unterirdisch gelagert werden und damit Kohlekraftwerke klimafreundlicher machen. Gegen die Technologie haben sich bereits erste Bürgerintitativen gegründet, mit einer davon sprechen wir jetzt. Im Interview begrüße ich jetzt Dr. Reinhard Knof von der „Bürgerinitiative gegen das CO2-Lager“.  
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