US-Außenpolitik: Wofür steht Präsident Barack Obama?

27.03.2012

Ein ursprünglich geheimes Gespräch zwischen zwei Staatschefs wird veröffentlicht - demnach will Präsident Obama wichtige außenpolitische Entscheidungen erst nach den US-Wahlen treffen. Ein Affront?

Tuschelt offenbar gern: US-Präsident Barack Obama, hier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: © Guido Bergmann / dapd

forscht am «Center for Strategic Studies» in Den Haag, Niederlande.John C. Hulsmanforscht am «Center for Strategic Studies» in Den Haag, Niederlande. 

Da denkt man, der mächtigste Mann der Welt weiß, dass er überall beobachtet und belauscht wird – und dann wird auf dem Atomgipfel in Südkorea ein eigentlich internes Gespräch zwischen US-Präsident Obama und seinem russischen Amtskollegen Medwedjew mitgeschnitten.

Obama sagt darin, nach den US-Wahlen könne er beim Thema Raketenabwehrschirm etwas „flexibler“ sein. Jetzt wird kritisiert, dass er ein doppeltes Spiel treibe, um als US-Präsident wiedergewählt zu werden.

Wie berechenbar ist Obama für Europa und den Rest der Welt?  Werden die anstehenden Präsidentschaftswahlen die Diplomatie der USA beeinflussen?

Das haben wir John C. Hulsman im detektor.fm Studiogespräch gefragt. Hulsman ist Experte für transatlantische Beziehungen.

John C. Hulsman forscht zur Zeit als Senior Research Fellow am Center for Strategic Studies im niederländischen Den Haag. Er hat mehrere Bücher über Internationale Politik geschrieben.

Während der US-Präsidentschaft von George W. Bush arbeitete Hulsman am einflussreichen, politischen Forschungsinstitut Heritage Foundation. Die Heritage Foundation steht nach eigenen Angaben u.a. für traditionelle amerikanische Werte, eine konservative Außenpolitik und eine schlagkräftige nationale Verteidigung.

Das Video mit Obama und Medwedjew