Kehrtwende? US-Präsident Obama fordert strengere Waffengesetze

26.07.2012

Das Attentat bei der Premiere des neuen Batman-Films in der amerikanischen Stadt Aurora hat eine Diskussion neu entfacht: die über den Zugang zu Waffen. Präsident Obama will sich nun für stärkere Waffengesetze einsetzen - noch vor kurzem war er dagegen.

Der Attentäter konnte sich seine Munition problemlos im Internet bestellen. Foto: © Mario Vedder/dapd.

Gastdozent am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU BerlinChristian LammertGastdozent am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin 

Ein Sturmgewehr gehöre in die Hand von Soldaten, nicht in die von Kriminellen, so die Meinung von US-Präsident Barack Obama. Damit spricht er ein heikles Thema im Wahlkampf an, denn die Waffenlobby in den USA ist stark: vier Millionen Mitglieder hat die National Rifle Association.

Obama war mit seiner Gesundheitsreform für nicht versicherte Amerikaner erfolgreich. Er hat sich für die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen, nun die Forderung nach schärferen Waffengesetzen. Damit reißt Obama sensible Themen im konservativen Amerika an.

Das Recht auf eine Waffe, um sich selbst zu verteidigen, ist sogar im Grundrecht verankert. Riskiert Obama mit seiner Forderung nun Wählerstimmen?

Wie Obamas Position bei den Wählern ankommt, darüber sprechen wir mit Christian Lammert vom John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin.