US-Wahlkampf: First Lady als Geheimwaffe für den Wahlkampf?

05.09.2012

In US-Wahlkämpfen sind die Frauen der Präsidentschaftskandidaten meist mit von der Partie. Aber können sie für ihren Mann die Wahl entscheiden?

Michelle Obama bringt den Familien-Charakter in den Wahlkampf. © Oliver Lang / dapd

Die Rede von Michelle Obama auf dem gestrigen Demokratenparteitag hat für mediales Aufsehen gesorgt. Sie brachte die Diskussion um ihren Mann wieder zurück auf eine andere Ebene: die persönliche.

Die Selbsternannte „Mom-in-Chief“ beschrieb ihren Mann als liebevollen Ehemann und Vater, dem die politischen Themen eher persönliche Anliegen wären.

ist Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstädt-Ingolstadt.Klaus Stüweist Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstädt-Ingolstadt. 

Frauen wie Michelle Obama zeigen, dass First Ladies und Ehefrauen von Kandidaten im amerikanischen Wahlkampf stets mehr zu einem Teil der Kampagnen werden. Denn nicht nur politische Themen müssen vermittelt werden:

Die US-Politiker wollen durch ihre Frauen ihr menschliches Angesicht zeigen und Emotionen transportieren. Sie wollen zeigen, dass auch sie amerikanischen Werte, wie das der Familie, verkörpern. – Klaus Stüwe

In Deutschland sind First Ladies oder Gentlemen weniger in den Medien präsent. Wohl auch, weil das politische System ein anderes ist. Jedoch gibt es auch Ausnahmen, wie Bettina Wulff oder Doris Schröder-Köpf in der Vergangenheit gezeigt haben.

Klaus Stüwe, Politikprofessor und Experte für Wahlkampf-Inszenierungen, hat uns erklärt, warum Politiker-Gattinnen ein essentieller Teil von Wahlkampfkampagnen sind und ob sie sogar einen Sieg für ihren Mann erringen können.

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