Vertrauliche Geburt – Die Alternative zur Babyklappe

13.03.2013

Jedes Kind hat das Recht zu wissen, wo es herkommt. Das setzte schon 1989 ein Urteil des Bundesgerichtshofes fest. Heute hat Familienministerin Kristina Schröder einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der anonyme Geburten künftig regeln soll.

Babyklappen sind für Mütter in Not eine wichtige Anlaufstelle - Alternativen bieten “vertrauliche Geburten”. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd.

„Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt“ nennt sich der Gesetzesentwurf, den Bundesfamilienministerin Kristina Schröder heute dem Bundeskabinett vorgelegt hat. Damit sollen die Rechte von Müttern und Kindern gestärkt werden, wenn es darum geht, ein Baby anonym auf die Welt zu bringen. Bisher haben soziale Verbände und Babyklappen als Anlaufstellen gedient – eine bundesweite Regelung gab es jedoch nicht.

ist Bundesgeschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen.Gaby Hagmansist Bundesgeschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen. 

Der Entwurf sieht vor, dass Frauen künftig in ganz Deutschland eine Beratung in Anspruch nehmen können, um ihre Kinder unter guter medizinischer Versorgung zur Welt zu bringen und anschließend in eine Betreuung zu geben. Die Anonymität der Mütter bliebe bis zum 16. Lebensjahr des Kindes gewahrt, danach sind die Daten der Mutter für die Kinder einsehbar.

Über den neuen Gesetzesentwurf und die Situation von Frauen, die Kinder anonym zur Welt bringen, haben wir mit Gaby Hagmans gesprochen. Sie ist Bundesgeschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen.