Zehn Jahre nach Erfurt: Sicherheit an vielen Schulen nur mangelhaft?

26.04.2012

Vor zehn Jahren lief ein Schüler des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums Amok, tötete 16 Menschen und anschließend sich selbst. Eine Umfrage von NDR-Info zeigt nun: auf Amokläufe könnten sich viele Schulen besser vorbereiten.

Notarzt- und Polizei-Einsatzfahrzeuge vor dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium: Hier tötete der Amokläufer erst 16 Menschen und dann sich selbst. Foto: © Thueringer Allgemeine/Sascha Fromm/ddp.

ist Redakteur bei NDR Info.Christoph Heinzleist Redakteur bei NDR Info. 

NDR Info hat fast 100 Schulträger in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern befragt. Das Ergebnis: Viele Schulen sind schlecht auf Amokläufe vorbereitet.

Der Umfrage zufolge fehlt einem Viertel der erhobenen Schulen eine Lautsprecheranlage, mit der im Notfall Sicherheitsvorkehrungen verbreitet werden könnten.

Dass nicht alle Schulen eine solche Lautsprecheranlage aufweisen, ist auch der finanziellen Lage geschuldet. Die Ausrüstung mit der Technik koste mehrere zehntausend Euro, sagt Christoph Heinzle, der die Umfrage für NDR Info durchgeführt hat.

Wie sich Schulen besser auf Amokläufe vorbereiten können und wo weitere Versäumnisse liegen, haben wir mit Christoph Heinzle besprochen.

Sicherheit an Schulen - eine Umfrage hinterlässt Sorgen