Vorwürfe gegen den WWF – Wie transparent sind gemeinnützige Organisationen?

24.06.2011

Transparenz ist für gemeinnützige Organisationen ein besonders wichtiges Thema. Der WWF muss sich jetzt mit schweren Vorwürfen auseinandersetzen. Wie können Hilfsorganisationen ihre Glaubwürdigkeit erhalten?

Auch der Königstiger gehört zu den gefährdeten Tierarten, für die sich der WWF einsetzt. (© LRBurdak / GNU wikimedia)

ist Geschäftsführer von Transparency Deutschland.Dr. Christian Humborgist Geschäftsführer von Transparency Deutschland. 

Wer sich aus Spenden finanziert, sollte seinen Spendern gegenüber Rechenschaft ablegen können. Viele gemeinnützige Organisationen bemühen sich deshalb für ihre Spender besonders transparent zu sein. Auch Zertifikate oder Spendensiegel nutzen sie gern, um ihre Seriösität zu beweisen. Skandale, wie die vor zwei Jahren aufgedeckte Misswirtschaft im deutschen UNICEF-Komitee, schaden allen Hilfsorganisationen. Denn gerade gemeinützige spendenfinanzierte Organisationen sind von ihrer Glaubwürdigkeit abhängig, müssen sie doch Spender davon überzeugen, dass das Geld in die richtigen Kanäle fließt. Seit Mittwoch muss sich nun auch der WWF mit schweren Vorwürfen auseinandersetzen. Eine TV-Dokumentation wirft der Umweltstiftung zu große Industrienähe und Sympathie für Gentechnik vor.

Der WWF gehört auch zur Initiative Transparente Ziviligesellschaft, die Hilfsorganisationen freiwillig zu mehr Transparenz verpflichten will. Gegründet wurde die Intitative von Transparency Deutschland. Über die Glaubwürdigskeitsproblematik gemeinnütziger Organisation sprechen wir mit Dr. Christian Humborg, dem Geschäftsführer von Transparency Deutschland.