Arabischer Frühling | Wahl in Tunesien

"Tunesien ist auf einem guten Weg"

28.10.2014

In den letzten Tagen ist Tunesien für den Ablauf der Wahlen viel gelobt worden. Die Wahlbeteiligung ist höher als erwartet, die Demokratie wirkt gefestigt. Kann Tunesien das Vorbild des Arabischen Frühlings bleiben?

Wie ein Lauffeuer hat sich vor vier Jahren die Revolution über die nordafrikanischen Länder verbreitet, die als arabischer Frühling in die Geschichte eingegangen ist. Begonnen hatte sie in Tunesien – und auch nur in diesem Staat sehen die Verhältnisse inzwischen frühlingshaft aus:  Die Tunesier haben am Wochenende  zum zweiten Mal demokratisch gewählt.

Demokratie und Zivilgesellschaft

Inzwischen ist das Land von dem autoritären System von vor vier Jahren ziemlich weit entfernt. Beobachter loben unter anderem die gut organisierte Zivilgesellschaft. Es sieht so aus, als ob das Wahlergebnis positiv für die Säkularen ausfallen werde. Der friedliche und demokratische Machtwechsel gilt für viele als Beweis für die Stabilität Tunesiens.

Das Tunesien-Rezept

Ist es die geringe Analphabetenrate, die Tunesien so demokratiefähig macht? Das zurückhaltende Militär? Das politische Klima? Die verhältnismäßig starken Gewerkschaften?

Warum sich das Land im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten so gut entwickelt hat, darüber haben wir mit Hardy Ostry von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Tunis gesprochen.

Foto OstryDer Ausgang dieser Wahl ist ein Zeichen, dass sich die Tunesier ihrer eigenen Kultur bewusst geworden sind.Hardy Ostryist Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Tunis