Wahlen im Saarland: Piraten im Aufwind – FDP im Tiefflug

26.03.2012

FDP raus, Piraten rein. Die Wahlergebnisse im Saarland scheinen den Trend zu bestätigen: Die Parteienlandschaft in Deutschland wandelt sich.

Nur 1,2% erhielt die saarländische FDP und ist damit nicht mehr im Landtag. Foto: © Nigel Treblin/dapd

Politikwissenschaftler der Zeppelin UniversitätProf. Joachim BehnkePolitikwissenschaftler der Zeppelin Universität 

Die erste der drei anstehenden Landtagswahlen in diesem Jahr ist vorbei. Einer der Gewinner: Die Piratenpartei. Sie zieht mit über 7 Prozent in den saarländischen Landtag ein.

Und der Verlierer des Wochenendes? Eindeutig die FDP – Mit nur 1,2 Prozent verpasste sie den Einzug in den Landtag und ist damit in insgesamt sechs deutschen Landtagen nicht mehr vertreten. Dabei scheinen die Wahlergebnisse im Saarland die Wandlungen in der deutschen Parteienlandschaft zu bestätigen.

Verliert die FDP langsam aber sicher ihren Einfluss auch auf Bundesebene? Und was müssen die Piraten tun, um sich auch langfristig zu etablieren? Darüber haben wir mit dem Politikwissenschaftler Joachim Behnke von der Zeppelin Universität gesprochen.


Piratenpartei im Interview: Stimmung nach der Wahl?

Geschäftsführer der Piratenpartei. Foto: Tobias M. EckrichWilm SchumacherGeschäftsführer der Piratenpartei. Foto: Tobias M. Eckrich  

Unorganisiert, chaotisch und noch nicht bereit für „große“ Politik – Vorwürfe, die immer wieder gegen die Piratenpartei laut werden.

Doch wie sehen das die Piraten selbst? Und wie wichtig ist der Einzug in den saarländischen Landtag? Darüber haben wir mit dem Piraten-Geschäftsführer Wilm Schumacher gesprochen.

Also wir sind relativ neu und müssen deswegen viele Strukturen erst noch schaffen  (…) aber nichtsdestotrotz sind wir hoch organisiert. (Wilm Schumacher)