Wahlkampf in den USA: Wer gewinnt das TV-Duell?

04.10.2012

Der US-amerikanische Wahlkampf ist ein Dauerfeuerwerk von großen Auftritten und emotionalen Reden der Präsidentschaftskandidaten. Auch drei TV-Duelle gehören zur Show - das erste hat bereits gestern Nacht stattgefunden. Doch welche Bedeutung haben diese Duelle?

Herausforderer Mitt Romney war der klare Sieger des TV-Duells mit Präsident Obama. Doch wird ihm dieser Sieg auch wirklich mehr Wählerstimmen einbringen? Foto: © davelawrence8 Link zu flickr.com

ist US-amerikanischer Journalist, der unter anderem bei CBS News, The Guardian und Deutsche Welle TV arbeitete. Foto: © ARDDon Franklin Jordanist US-amerikanischer Journalist, der unter anderem bei CBS News, The Guardian und Deutsche Welle TV arbeitete. Foto: © ARD 

Letzte Nacht ist mit dem ersten der drei Fernsehdebatten zwischen Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und dem aktuellen US-Präsidenten Barack Obama die heiße Phase des US-amerikanischen Wahlkampfs eingeleitet worden. Mehrmals pro Woche halten beide Kandidaten emotionale, manchmal auch mitreißende Reden vor den Anhängern ihres politischen Lagers. Ein politisches Dauerfeuer, dem man sich als US-Amerikaner kaum entziehen kann. Wie ausschlaggebend kann da also eine Fernsehdebatte sein?

Klarer Gewinner des TV-Duells war der republikanische Herausforderer Mitt Romney, der im Gegensatz zu Barack Obama sehr gut vorbereitet war und den richtigen Grad an Aggressivität zeigte – so meinten jedenfalls die befragten Zuschauer. Die Frage bleibt: Kann ein einziges Fernsehduell die Wähler wirklich umstimmen? Journalist Don F. Jordan meint, dass es in der Vergangenheit durchaus solche Fälle gegeben hat und dass auffallend häufig die Sieger der Fernsehduelle auch Sieger der Präsidentschaftswahlen waren – siehe Ronald Reagan und Bill Clinton.

Ob Barack Obama jetzt schon eine entscheidende Schlacht verloren hat, was man von den zwei noch kommenden TV-Duellen erwarten darf und welche Rolle die Wahrheit bei den Reden der Kandidaten spielt – das alles beantwortet der US-amerikanische Journalist Don F. Jordan in folgendem Interview: