Wahlmüdigkeit in Deutschland: Zahl der Nichtwähler steigt weiter

18.06.2013

Immer weniger Deutsche gehen zur Wahl. Eine Forsa-Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung betrachtet die Motive der Nichtwähler nun genauer. Und kommt zu dem Schluss: Die Grünen profitieren, wenn weniger Deutsche wählen gehen.

Laut der Forsa-Studie sind vor allem die potenziellen Wähler der Sozialdemokraten nur schwer an die Urnen zu locken. Foto: © SPD Schleswig-Holstein/flickr.com

Meinungsforscher Peter Matuschek meint, dass sich viele Wähler nur zeitweise verweigern.Meinungsforscher Peter Matuschek meint, dass sich viele Wähler nur zeitweise verweigern. 

Es sind noch knapp 100 Tage bis zur Bundestagswahl am 22. September. Dann öffnen die Wahllokale ihre Pforten und die deutschen Bürger geben ihre Stimmen ab. Doch wie es aussieht, werden die Stimmenauszäher auch in diesem Jahr wieder weniger zu tun haben.

Seit Jahrzehnten schon sinkt die Wahlbeteiligung in Deutschland. Bei der letzten Wahl 2009 hat Angela Merkel den schwarz-gelben Wahlsieg mit nur 70,8 Prozent davon getragen – die niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Republik.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung das Phänomen „Nichtwähler in Deutschland“ näher betrachtet und nun eine Studie dazu veröffentlicht.

Wir haben mit Peter Matuschek vom Forsa-Institut darüber gesprochen, warum so wenig Deutsche wählen gehen und wer von einer sinkenden Wahlbeteiligung profitiert.

Peter Matuschek über die sinkende Wahlbeteiligung in Deutschland