Was Deutschland im “Kalten Krieg” von Nord- und Südkorea gelernt hat

15.04.2013

Korea ist seit 60 Jahren ein geteiltes Land. Die politischen Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea sind dauerhaft angespannt. Kann sich Korea ein Beispiel an der deutschen Wiedervereinigung nehmen?

Die koreanischen Nachbarn beobachten sich seit der Trennung 1953. © Foto: U.S. Army Korea (Historical Image Archive)

Die Nordkoreaner drohen dem Süden und deren Verbündeten, in Kürze Atomraketen zu testen. Das wäre in der Geschichte des geteilten Landes nicht das erste Mal. Schon 2006, 2009 und 2013 haben die nordkoreanischen Machthaber Atomwaffentests durchgeführt.

 

Der rote Planet - wirklich wohnlich ists auf dem Mars nicht. Foto: © NASA/CaltechEun-Jeung Leeist Professorin für Koreawissenschaften in Berlin. 

Die Teilung des asiatischen Landes erinnert an die Teilung Deutschlands, vor allem auch weil beide Staaten in eine sowjetische und eine amerikanische Besatzungszone unterteilt worden sind. Im Jahr 1953 herrscht in Korea der Kriegszustand. Die beiden deutschen Staaten  haben möglicherweise von dem „Heißen Krieg“ auf der koreanischen Halbinsel gelernt und vielleicht hat es auch deshalb an der deutsch-deutschen Grenze keine gegenseitigen militärischen Angriffe gegeben.

Nach 51 Jahren haben sich dann DDR und BRD vereint. Bei Korea sieht es momentan überhaupt nicht nach einer Versöhnung aus.

Über die Gründe und deren Ursachen haben wir mit Eun-Jeung Lee gesprochen. Sie ist die Leiterin des Instituts für Koreastudien der Freien Universität Berlin.

Deutschland hat in der Zeit des Kalten Krieges aus den Erfahrungen mit Korea gelernt. Deswegen ist es friedlich geblieben. – Eun-Jeung Lee