Was wichtig wird | Mietenwahnsinn widersetzen

Und wie viel Miete zahlen Sie?

11.04.2018

Tausende Menschen wollen am Samstag in Berlin auf die Straße gehen und sich den steigenden Mieten widersetzen. Gerade in Berlin ist das Problem sichtbar. In einigen Vierteln sind die Mieten in den letzten Jahren um 200-300 Prozent gestiegen.

Foto: taz | detektor.fm

Großdemonstration in Berlin

Über 100 Organisationen und Aktionsbündnisse haben sich für dieses Thema zusammen getan. Sie rufen für Samstag zur Großdemo „Mietenwahnsinn widersetzen“ auf. Tausende haben auf Facebook schon ihr Interesse angekündigt. Das Problem mit steigenden Mieten gibt es zwar schon länger und nicht nur in Berlin, bis jetzt fehlte es aber an einem großen Bündnis dagegen.

Die Mieten in Berlin sind absurd gestiegen in den letzten Jahren. Teilweise um 200-300 Prozent […]. Das macht das Problem sichtbar. – Peter Weissenburger, taz-Redakteur

Die Mietpreisbremse, die vor gut drei Jahren eingeführt wurde, hatte bisher nicht den gewünschten Erfolg. Deswegen will die SPD die Mietpreisbremse verschärfen. Auf Nachfrage der Mieter müssen Vermieter in Zukunft die bisherige Miete offenlegen. Da braucht es aber immer noch die Initiative des Mieters, kritisiert Peter Weissenburger.

Pläne gegen hohe Mieten

Eine Verschärfung der Mietpreisbremse reiche dabei aber nicht. Die Union will zum Beispiel Familien fördern. Wer ein Kind hat und ein Haus baut, soll einen Zuschuss bekommen. Die Rede ist von 1.200€ pro Jahr und Kind.

Das bringt jetzt nichts in den Ballungszentren […], wo Leute selten neu bauen. – Peter Weissenburger

Und die Pläne der neuen Regierung helfen auch erstmal nur punktuell, nicht strukturell, so Weissenburger. In Berlin fürchtet zum Beispiel die Hälfte aller Mieterinnen und Mieter, dass sie sich in den nächsten zwei Jahren keine Wohnung mehr leisten können.

Über konkrete Vorschläge, mit denen man das Problem mit den Mieten in den Griff bekommen kann, hat detektor.fm-Moderatorin Anja Bolle mit taz-Redakteur Peter Weissenburger gesprochen.


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