US-Wahlkampf: Obama bekennt sich zur “Homo-Ehe”

10.05.2012

Es ist für viele eine kleine Sensation im Wahlkampf um das Präsidentenamt in den USA. Barack Obama will sich für eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen in den USA einsetzen. Was kann das für die anstehende Präsidentenwahl bedeuten?

Barack Obama hat sich erstmals öffentlich zur “Homo-Ehe” bekannt. Foto: © Haraz N. Ghambari/AP/dapd

Autor und USA-FachmannFriederich MielkeAutor und USA-Fachmann 

Die konservativen Vertreter im Lager der Demokraten sind sicher zusammengeschreckt, als sie das Interview ihres Präsidenten Barack Obama gesehen haben. Obama hat darin erstmals erklärt, dass er für eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen gegenüber den Ehen zwischen Mann und Frau eintritt. In einigen US-Bundestaaten ist die sogenannte „Homo-Ehe“ bereits legal. Doch in 29 US-Bundesstaaten ist diese Form der Ehe bis heute verboten.

Im Wahlkampf besetzt Obama damit ein Thema, dass ihm in erster Linie bei der Jugend Stimmen bringen könnte. Sein Wiedersacher – der Konservative Mitt Romney – hat aktuell noch damit zu tun, sein Profil zu schärfen und einen geeigneten Vizepräsidenten zu finden.

Setzt Obama Romney mit seinem Schachzug nun weiter unter Druck? Der Wahlkampf nimmt jetzt rund ein halbes Jahr vor der Wahl deutlich an Fahrt auf. Ob der Schritt von Barack Obama ihm Wählerstimmen bringen wird oder vielleicht gar kosten könnte, darüber haben wir mit USA-Kenner Friederich Mielke gesprochen.