Zu viel des Guten? Die Flut der Bildungsstudien und die Glaubwürdigkeit

23.06.2010

Heute ist wieder einmal eine neue Bildungsstudie veröffentlicht worden. Doch wie aussagekräftig ist die Studie? Ist es nur eine weitere der vielen Bildungsstudien oder eine echte Bereicherung?

Die deutsche Schule steht seit dem PISA-Schock wieder mehr im Mittelpunkt. Foto: Clemens Bilan/ ddp.

…Gewinner sind die Schüler aus Bayern und Baden-Württemberg. Seit mittlerweile über 10 Jahren wird die deutsche Bildungslandschaft intensiv erforscht, bewertet und gerankt. Für die Mittelschulen gibt es z.B. die PISA-Studien, für die Grundschulen die IGLU-Studien, für die Hochschulen das Hochschulranking und dann gibt es da noch den Bildungsmonitor für das gesamte Bildungssystem. All diese Studien lösen ein enormes Medienecho aus. Dabei sind sie teilweise sehr umstritten. Viele Wissenschaftler zweifeln an der Aussagekraft der Studien. Und trotzdem sind sie Grundlage für politische Entscheidungen. Wir haben mit dem Bildungsforscher Klaus-Jürgen Tillmann darüber gesprochen, wie verlässlich diese Studien sind.

Man muss aufpassen, dass man nicht des Guten zu viel tut und wir nicht mehr hinterher kommen. – Klaus-Jürgen Tillmann

Bildungsexperte und ehemaliger Leiter der Laborschule Bielefeld.Klaus-Jürgen Tillmann.Bildungsexperte und ehemaliger Leiter der Laborschule Bielefeld. 

Klaus-Jürgen Tillmann ist emeritierter Professor der Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld. Dort war er auch wissenschaftlicher Leiter der Laborschule Bielefeld, einer Versuchsschule, die neue Formen des Lernens und Zusammenlebens entwickelt und angewendet hat. Er hat selbst an den PISA-Studien mitgewirkt.

Hören Sie hier das Interview: