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Ministerpräsident Kretzschmer (CDU) mit Teilen seiner Regierung in Sachsen. Wie sieht die nächste Landesregierung aus? Foto: Odd ANDERSEN | AFP
Bild: Odd ANDERSEN | AFP

Zukunft Sachsen fragt CDU-Direktkandidaten

Für wen entscheidet ihr euch?

Die Initiative Zukunft Sachsen will verhindern, dass die AfD die stärkste Kraft in Sachsen wird. Sie unterstützt überparteilich mit Kampagnen eine mögliche Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Jetzt hat sie bei den 60 CDU-Direktkandidaten nachgefragt: Ist eine Koalition mit der AfD wirklich ausgeschlossen?

Landtagswahl Sachsen

Das hat es bisher noch nicht gegeben: Die Alternative für Deutschland (AfD) könnte bei einer Landtagswahl als stärkste Kraft hervorgehen. Wenn in Sachsen am 1. September gewählt wird, käme dann womöglich nur eine Mehrheit zustande, wenn sich AfD und CDU zusammenschließen. Die Initiative Zukunft Sachsen möchte den Sieg und eine mögliche Koalition von CDU und AfD verhindern. Deshalb unterstützt sie mit ihren Kampagnen überparteilich die Grünen, CDU und die SPD.

Sie wirbt dafür, Stimmen an diese Parteien zu geben. Schon bei der Bürgermeisterwahl in Görlitz konnte die Initiative mit Unterstützung aus Hollywood so die Wahl des AfD-Kandidaten verhindern. Ein Kenia-Bündnis – also eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen – ist aus ihrer Sicht die einzig realistische Mehrheit neben der AfD-CDU-Koalition.

Sascha Kodytek  - zur Aufgabe von der Initiative Zukunft Sachsen.

zur Aufgabe von der Initiative Zukunft Sachsen.
Wir möchten die Wählerinnen und Wähler darüber aufklären, dass sie mit ihrer Stimme eine Mehrheit abseits der AfD möglich machen können.Sascha Kodytek

„Klarheit schaffen“

Dafür muss aber sicher sein, dass AfD und CDU nach der Wahl nicht koalieren. Aus diesem Grund haben sie eine Umfrage unter den 60 CDU-Direktkandidaten durchgeführt. Die Frage lautete: Schließen Sie nach der Landtagswahl 2019 eine Koalition mit der AfD aus? Nachgefragt wurde am 26. Juni sowohl per Brief als auch per E-Mail. Das Ergebnis wurde heute von Zukunft Sachsen vorgestellt. Von den 60 befragten Kandidaten haben bis jetzt 45 geantwortet. Sie alle schließen ein Bündnis mit der AfD aus. Vielen der CDU-Direktkandidaten fehlt die deutliche Abgrenzung der AfD zum Rechtsextremismus. Die restlichen 15 Kandidaten haben nicht geantwortet.

Wir hätten erwartet, dass man an dieser Stelle mehr mauert. Das hat die CDU Sachsen überhaupt nicht getan. – Sascha Kodytek, Sprecher von Zukunft Sachsen

Über das Ergebnis und den Einfluss der Umfrage auf die Landtagswahl spricht detektor.fm-Moderatorin Maria Landes mit Sascha Kodytek. 

Redaktion: Luisa Bebenroth