Play
Foto: Steffi Loos / AFP
Bild: Steffi Loos | AFP

Zurück zum Thema | Diversität

Wie stärken wir BPoCs in Politik und Medien?

Medien und Politik sind die öffentlichen Gesichter der Gesellschaft. Bei genauerer Betrachtung vermisst man dort vor allem eins: Diversität. Aber woran genau liegt das und was können wir dagegen tun?

Deutschland ist divers. Jeder vierte Deutsche hat laut Statistischem Bundesamt einen Migrationshintergrund. Schaut man allerdings in die Redaktionsräume und Plenarsäle unseres Landes, zeichnet sich dort ein anderes Bild ab. Eine Recherche der Neuen Deutschen MedienmacherInnen hat ergeben, dass nur sechs Prozent der Chefredakteure und Chefredakteurinnen in regionalen und überregionalen deutschen Medien einen Migrationshintergrund haben. Davon stammt die Hälfte aus direkten Nachbarländern und die andere Hälfte aus anderen EU-Mitgliedstaaten.

Arbeitgeber stellen gerne Menschen ein, die ihnen ähnlich sind. Oft ist das kein Rassismus in dem Sinne, sondern eine bequeme, unbewusste Entscheidung. Aber ob das jetzt bewusst oder unbewusst passiert, das ist relativ Wurst. Man produziert Rassismus ja trotzdem weiter.

Ferda Ataman, Publizistin und Vorsitzende bei Neue deutsche MedienmacherInnen

Diversität: Fehlanzeige

Auch in der Politik sieht es nicht anders aus, BPoCs, also Schwarze und alle anderen nicht-weißen Menschen, sind in politischen Ämtern wenig repräsentiert. Das bedeutet natürlich auch, dass ihre Wahrnehmung von strukturellem und alltäglichem Rassismus politisch kaum abgebildet wird, und das, obwohl sie die Betroffenen sind.

Wenn ein Viertel unserer Gesellschaft nicht angemessen repräsentiert ist in unseren Parlamenten, dann führt das am Ende des Tages dazu, dass wir ein Demokratiedefizit haben.

Aminata Touré, die Grünen

Aminata Touré, die GrünenFenja Hardel

Strukturelle, gesellschaftliche Veränderungen

Redaktionen und Parlamente können erst diverser werden, wenn das Problem innerhalb der Gesellschaft anerkannt ist. Man habe sich bisher zu sehr auf dem Motto „Der Beste setzt sich durch“ ausgeruht und damit nicht-weißen Menschen selbst die Schuld an mangelnder Repräsentanz gegeben.

Wir müssen Menschen mit Rassismuserfahrungen an den Tisch holen, mit ihnen reden und sie aktiv einbeziehen.

Kim Thy Tong, CDU

Kim Thy Tong, CDU

Wie man diese Veränderungen in der Politik nicht nur plant, sondern auch umsetzt, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Lara-Lena Gödde mit den Politikerinnen Aminata Touré (die Grüne) und Kim Thy Tong (CDU) gesprochen. Warum deutsche Redaktionen dringend die gesamte Gesellschaft widerspiegeln müssen, das hat Ferda Ataman von den neuen deutschen medienmacher*innen erklärt.

Zurück zum Thema | Interview Aminata Touré 02:28
Zurück zum Thema | Interview Kim Thy Tong 06:23
Zurück zum Thema | Interview Ferda Ataman 03:23

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen