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Alberto Pizzoli | AFP
Bild: Alberto Pizzoli | AFP

Zurück zum Thema | Friedensnobelpreis für Welternährungsprogramm

Warum müssen Menschen noch hungern?

Der Friedensnobelpreis geht 2020 an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Seit 60 Jahren kämpft die Organisation gegen den Hunger. Wir fragen nach: Warum müssen Menschen noch hungern?

„Zurück zum Thema“ bei Daily Drive

Friedensnobelpreis für das Welternährungsprogramm

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen ist mit dem renommiertesten politischen Preis der Welt ausgezeichnet worden: dem Friedensnobelpreis. Seit 60 Jahren kämpft die UN-Organisation gegen den Hunger. Mangelernährung und Hunger zu bekämpfen, sei eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, schreibt die UN-Organisation auf ihrer Seite.

Und die Zahlen sprechen eine klare Sprache – mehr als 800 Millionen Menschen hungern weltweit. Ursachen dafür gibt es viele: Die Nahrungsmittel sind ungleich verteilt, es gibt Armut, Kriege und Naturkatastrophen. Viele Organisationen kämpfen weltweit gegen den Hunger. Die größte Organisation ist dabei das Welternährungsprogramm. Trotz der internationalen Bemühungen und ausreichender Ressourcen hungern noch immer etwa zehn Prozent aller Menschen. Wie kann das sein?

Wenn wir die Kriege beenden, könnten wir den Hunger beenden.

Bettina Lüscher, Chefsprecherin des Welternährungsprogramm

Bettina Lüscher, Chefsprecherin des Welternährungsprogramm Foto: Katharina Dirr

2030 – Zero Hunger

„Zero Hunger“, also kein hungernder Mensch mehr im Jahr 2030 – an diesem Ziel der Weltgemeinschaft arbeitet das Welternährungsprogramm kräftig mit. Man sei zwar hoffnungsvoll, aber dieses Ziel einzuhalten, sehe derzeit schlecht aus, sagt Sprecherin Bettina Lüscher im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Maureen Welter.

Konsum gegen Hunger?

Neben verschiedenen Organisationen wollen auch Unternehmen im Kampf gegen den Welthunger helfen. Zum Beispiel „share“. Das Modell dahinter ist sozialer Konsum. Man kauft also beispielsweise einen Müsliriegel und spendet ein gleichwertiges Produkt: buy one, give one.

Wir fänden es schön, wenn man in einer Welt lebt, wo man durch seinen eigenen Konsum die Welt besser machen kann.

Sebastian Stricker, Geschäftsführer „share“

Sebastian Stricker, Geschäftsführer "share"

Doch ist Konsum eine Lösung für das Problem Welthunger? Das fragt detektor.fm-Moderatorin Maureen Welter den Geschäftsführer von „share“, Sebastian Stricker.