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Bild: mehmet ali poyraz | Shutterstock

Zurück zum Thema | World Refugee Day

World Refugee Day: Wie schwer ist es, in Deutschland anzukommen?

Am 20. Juni ist World Refugee Day. Dabei soll der Mut zelebriert werden, das eigene Heimatland zu verlassen. Aber wie schwer ist es dann, in Deutschland anzukommen?

Was ist der World Refugee Day?

Der World Refugee Day ist ein internationaler Tag zur Solidarität mit Geflüchteten auf der ganzen Welt. Er fällt jedes Jahr auf den 20. Juni und würdigt die Stärke und den Mut von Menschen, die gezwungen waren, aus ihrem Heimatland zu fliehen. Der Tag soll laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) eine Gelegenheit sein, Empathie und Verständnis für diese Notlage zu zeigen und die Widerstandsfähigkeit beim Wiederaufbau eines eigenen Lebens zu würdigen. Der World Refugee Day steht dieses Jahr unter dem Motto „Hope away from home“. Das Motto sei ausgewählt worden, weil die Integration von Geflüchteten in den Gemeinden, in denen sie nach ihrer Flucht vor Konflikten und Verfolgung Sicherheit gefunden haben, der wirksamste Weg sei, um sie bei der Wiederaufnahme ihres Lebens zu unterstützen und sie in die Lage zu versetzen, einen Beitrag in den Ländern zu leisten, die sie aufnehmen.

Als ich gekommen bin, da wussten wir nicht, wohin es geht. Ich habe einfach einen Polizisten auf der Straße angehalten und gesagt, ja, ich bin da.

Nour Kalout, kam 2015 nach Deutschland

Nour Kalout, kam 2015 nach DeutschlandFoto: privat

Hoffnung weit weg von Zuhause

Während auf der einen Seite die Lebensrealität von Geflüchteten anerkannt und gefeiert werden soll, hat der Rat der Europäischen Union sich zum ersten Mal auf einen Asylkompromiss geeinigt. Nach dem Kompromiss sollen erstmals Schnellverfahren an Europas Außengrenzen ermöglicht werden. Dort soll geklärt werden, ob Schutzsuchende einen Asylantrag stellen dürfen. Dafür soll es Asylzentren an der Grenze geben. Zudem soll die Überwachung und Abschiebung abgelehnter Asylsuchender erleichtert werden. Zum Beispiel, indem mehr Daten über sie gesammelt und zentral gespeichert werden. Der Verein Pro Asyl kritisiert: Dieser Asylkompromiss sei ein Angriff auf das Asylrecht. Durch den starken Fokus auf Grenzverfahren ist die Gefahr menschenrechtswidriger Zustände an den Außengrenzen noch größer. Außerdem kritisiert Pro Asyl: Während Grenzverfahren bislang nur vier Wochen dauern dürfen, wird diese Zeit auf bis zu 12 Wochen verdreifacht. Dann werden Schutzsuchende nur für das Asylverfahren vier Monate an den Außengrenzen festgehalten. Und das unter haftähnlichen Bedingungen.

Wenn man in ein Land geht, muss man zuerst die Sprache lernen. Ohne Sprache hat man keinen Schlüssel, um anzukommen.

Vahedi Hedayatola, kam 2016 nach Deutschland

Vahedi Hedayatola, kam 2016 nach DeutschlandFoto: Privat

Wie schwer ist es, in Deutschland anzukommen, vor welchen Herausforderungen stehen Geflüchtete? Darüber spricht detektor.fm-Moderatorin Sophie Warmbrunn bei Zurück zum Thema mit Vahedi Hedayatola und Nour Kalout, die 2015 und 2016 nach Deutschland geflohen sind.

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