25% Überschuss: Fatale Exporte der deutschen Geflügelindustrie

02.09.2013

Das Angebot übersteigt schon lange die Nachfrage: Es wird mehr Fleisch produziert, als die Deutschen essen. Besonders drastisch ist diese Entwicklung bei der Geflügelproduktion.

fordert einen Stopp der Subventionen für die Fleischindustrie.Reinhild Benningfordert einen Stopp der Subventionen für die Fleischindustrie. 

Ob Veganer, Vegetarier oder Flexitarier: Immer mehr Deutsche verzichten ganz oder zeitweise auf Fleisch. Entgegen diesem Trend wächst die Geflügelmast immer stärker. In den letzten Jahren ist kein anderer Bereich der Massentierhaltung so stark gewachsen wie die Hühnermast. Die Folge: die Branche produziert einen Überschuss von 25 Prozent, der zu Billigpreisen exportiert wird.

Die Fleischreste gehen nach Afrika

Die weniger beliebten Teile des Hähnchens wie die Flügel oder die Innereien werden zu Billigpreisen nach Afrika exportiert – was die dortige Landwirtschaft bedroht.

Warum die Deutschen mehr Fleisch produzieren als sie essen und welche Folgen der Fleisch-Export für die Zielländer hat, darüber haben wir mit Reinhild Benning gesprochen. Sie ist Agrarexpertin beim BUND, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Die Dumping-Exporte von europäischem Fleisch auf afrikanische Märkte ist ein Instrument, mit dem die heimische Landwirtschaft in Afrika kaputtgemacht wird. – Reinhild Benning, BUND