Abhängig vom Öl – Das Verhältnis von Armeen zum Schwarzen Gold

18.07.2012

Zelte mit Solarzellen, Sprit aus Algen, U-Boote mit Wasserstoff: an Ideen mangelt es nicht. Doch noch sind Armeen abhängig vom Öl. Sie sichern auch den Zugang zum Schwarzen Gold - und forschen gleichzeitig nach seiner Ablösung. Bis die geschafft ist, dominieren strategische Bündnisse.

Ein Leopard-Panzer verbraucht im Einsatz 500 Liter auf 100 Kilomter. Ein Tornado-Kampfjet verbrennt 3.700 Liter Kerosin in der Stunde. Und damit entsteht in Zeiten, in denen das Öl knapper wird, ein Problem.

Denn was wir an der Tankstelle merken, merken auch die Armeen: Treibstoff wird teurer. Was uns beim Tanken ein bisschen weh tut, tut einer Armee so richtig weh. Denn ein steigender Ölpreis geht dort rasch in die Milliarden.

Dr. Hans Krechist gelernter Panzergrenadier - und heute Militärstratege. 

Armeen und Supermächte sehen sichvor verschiedenen Herausforderungen. Einerseits müssen sie den Zugang zum Öl sichern. Andererseits geht das zur Neige, und die Militärs müssen an neuen Techniken forschen. Solange die aber noch keine umfassende Alternative sind, kommt es immer wieder zu Konflikten. Friedensforscher verweisen auf Kuwait, Irak und Afghanistan – und sehen in all diesen Kriegen ja Belege dafür, dass es mehr Kriege ums Öl geben wird.

Wie gehen Armeen damit um? Wird dort an Alternativen geforscht, die später auch der Zivilbereich nutzen kann? Oder steigen so die Wahrscheinlichkeiten für Kriege, eben ums Öl? Antworten auf diese Fragen gibt Hans Krech, Militärstratege und Geschäftsführer des „Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit“, im Interview.