AKW-Reaktivierung – Netzagentur-Chef Kurth: “Wir haben noch keine Entscheidung gefällt.”

13.07.2011

Deutschland will sich von der Atomkraft verabschieden. Sieben alte Reaktoren sind direkt nach dem Unfall in Japan abgeschaltet worden, weil die Bundesregierung Sicherheitsbedenken hatte. Nun soll eines angeblich wieder ans Netz.

Das Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern ist das leistungsfähigste Atomkraftwerk Deutschlands. © Lukas Barth/ dapd

Präsident der Bundesnetzagentur.Matthias KurthPräsident der Bundesnetzagentur. 

Es stellt sich die Frage, wie Deutschland künftig ohne Atomkraft eine verlässliche Stromversorgung aufbauen kann. Die bisherigen regenerativen Energien wie Wind- oder Solarkraft können noch nicht genug Strom für jede Situation liefern. Während einige, vor allem ostdeutsche Politiker, die Stunde der Braunkohle gekommen sehen, um den Übergang zu meistern, fordern andere ein Reserve-Atomkraftwerk für den Winter. Denn im Winter ist der Strombedarf in Deutschland besonders hoch.

Die Befürworter einer Wiederbelebung eines bereits abgeschalteten Atomkraftwerks bekommen jetzt Rückendeckung vom Chef der Bundesnetzagentur Matthias Kurth.

Die Bundesnetzagentur hat von der Bundesregierung und vom Bundestag den Auftrag erhalten, nach konventionellen Alternativen für ein Atomkraftwerk als Reserve zu suchen. Doch das misslang. Warum – das erklärt der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth im detektor.fm-Interview.