ARD-Sportradio: WDR stoppt Pläne für Digitalradio

13.04.2012

Der Plan klingt reizvoll: ein Live-Sportradio während der Fußball-EM. Doch womit die ARD-Macher nicht gerechnet haben, war der massive Gegenwind der privaten Radioveranstalter. Am Freitag hat der WDR nun reagiert: DAB+ ist gestoppt - im Netz aber soll gesendet werden.

Ein Bild aus Sicht der Reporter bei der letzten Europameisterschaft. Foto: © Thomas Lohnes / dapd

Leiterin der >Hauptabteilung Zentrale Aufgaben< des WDR-Hörfunks.Britta FrielingsdorfLeiterin der >Hauptabteilung Zentrale Aufgaben< des WDR-Hörfunks. 

Event. Das ARD Sportradio zur Uefa Euro 2012“ – so soll das Sportradio der ARD heißen. Von Mitte Mai bis zum 8. Juli sollen täglich 18 Stunden Sportprogramm für den WDR und andere ARD-Anstalten entstehen. Herzstück sind Live-Übertragungen der Fußball-Europameisterschaft dazu kommen Analysen und Hörerdiskussionen.

In dieser Woche ist bereits viel über die Pläne diskutiert worden. Die privaten Radiomacher kritisieren die Idee eines ARD-Sportradios scharf. Sie und die Landesmedienanstalten sehen die Pläne als Angriff auf das private Fußballradio 90elf, welches im Internet mittlerweile hunderttausende Fußballfans erreicht.

Die federführende Anstalt für die Übertragung der Fußball-Europameisterschaft, der WDR, hat nun heute Nachmittag erklärt, dass man auf die Ausstrahlung im Digitalradio DAB+ verzichten werde.

Britta Frielingsdorf leitet beim Westdeutschen Rundfunk die Hauptabteilung Zentrale Aufgaben, ist damit zuständig für neue Formen von Radio und wir haben mit ihr über die Ziele des Sportradios gesprochen.

Am Samstag Nachmittag hören Sie bei uns ein Gespräch mit Florian Fritsche,
Geschäftsführer beim Fußballradio 90elf.