Atomkraft in Deutschland: schon längst unnötig?

25.08.2010

Deutschland ist nicht mehr auf Atomkraft angewiesen. Eine Studie aus dem Wirtschaftsministerium zeigt angeblich genau das - und wird deshalb zurückgehalten, sagt Greenpeace.

Sonnenblumen vor dem Kühltum des vom Stromversorger E.on betriebenen Kernkraftwerkes an der Isar bei Landshut. / Lukas Barth (ddp)

Schön sehen sie ja nun wirklich nicht aus, eher irgendwie bedrohlich, und für viele verbreiten sie ein ungutes Gefühl: Atomkraftwerke. Der Streit, ob man die Energieversorgung in unserem Land nicht komplett auf Wind, Sonne und Wasser umstellen könnte, ist eben auch kein neuer. Umweltorganisationen kämpfen seit Jahren dafür, auf die Atomkraft zu verzichten – doch die Gegner argumentierten bisher immer, Studien legten nahe, dass die Atomkraft in unserer Energieversorgung nicht verzichtbar ist: nur so sei sicher gestellt, dass unsere Energieversorgung in Zukunft versorgungssicher, klimaverträglich und wirtschaftlich sei.

arbeitet im politischen Zentrum Berlin für Greenpeace.Tobias Münchmeyerarbeitet im politischen Zentrum Berlin für Greenpeace. 

Nun behauptet die Umweltschutzorganisation Greenpeace: das Bundeswirtschaftsministerium habe Daten, die beweisen, dass Deutschland die Atomkraft nicht mehr brauche – und halte diese Daten aber absichtlich zurück. Greenpeace wird deswegen gegen das Ministerium klagen. Wir sprechen darüber mit Tobias Münchmeyer von der Politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin.