Auf und ab: Wie beeinflussen Katastrophen den Ölpreis?

15.03.2011

Die Revolutionen in der arabischen Welt trieben den Ölpreis hoch. Doch in Folge der Ereignisse in Japan fiel der Ölpreis wieder. Wie geht das zusammen?

Der Ölpreis ist eng an politische Ereignisse gekoppelt. / © David Hecker/ddp

ist Experte für Rohstoffhandel bei der Commerzbank.Eugen Weinbergist Experte für Rohstoffhandel bei der Commerzbank. 

Kaum ein Rohstoffpreis ist so abhängig von geopolitischen Ereignissen wie der Ölpreis. Ob der Krieg im Irak, oder die Ereignisse in Japan, der Ölpreis reagiert darauf. Gerade Japan beschäftigt den Handel an den Rohstoffbörsen und drückt den Ölpreis im Moment auf unter 100 Dollar pro Barrel für die Sorte WTI. Auch Öl aus der Nordsee wird im Moment billiger.

Autofahrer freut das im Moment, ist doch auch mit einer Preissenkung bei Benzin und Diesel zu rechnen. Ob die Kraftstoffe allerdings dauerhaft billiger bleiben werden, steht in den Sternen. Auch scheint sicher, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen auf lange Sicht wieder steigen wird. Denn das Erdbeben in Japan hat auch Raffinerien zerstört, was bedeutet, dass das Land Diesel und andere Kraftstoffe importieren muss. Das wiederum bedeutet eine steigende Nachfrage, die zwangsläufig auch die Preise wieder steigen lässt. Wie also der Ölpreis und politische Ereignisse zusammenhängen haben wir mit Eugen Weinberg, dem Rohstoffexperten der Commerzbank besprochen: