AutoMobil | E-Calls: Wird der Straßenverkehr dadurch sicherer?

11.05.2012

Eigentlich wurde der neue Standard für den so genannten Emergency-Call bereits 2005 von der EU beschlossen. Durchgesetzt wird der Standard aber wohl erst zehn Jahre später.

Mit dem E-Call System könnten Rettungkräfte doppelt so schnell am Unfallort antreffen. Die EU-Kommission hat augerechnet, dass so rund 1.000 Menschenleben jährlich gerettet werden könnten. Foto: Arno Bachert, pixelio.de

Deutscher Anwaltverein (DAV)Daniela MielchenDeutscher Anwaltverein (DAV) 

Der E-call ist ein automatisches Notrufsystem, das bei einem schweren Unfall mit Auslösen des Airbags direkt den Notruf wählt und den Rettern außerdem den genauen Standort des Unfallwagens übermittelt.

Durch die verbesserte Kommunikation sollen die Retter um die Hälfte schneller an der Unfallstelle sein. Wie die EU-Kommission festgestellt hat, würde die Anzahl der Verkehrstoten um vier Prozent sinken. In EU wären das 1.000 Menschenleben.

Das E-Call-System würde pro Fahrzeug nicht mehr als 200 Euro kosten. Doch mit E-Call sind noch ganz andere Kosten verbunden. Automobilhersteller, Automobilclubs und Versicherungen haben ein Interesse daran, wie das Notrufsystem verläuft- Autos sollten möglichst in den eigenen Werkstätten repariert werden. Das Pannen- und Unfallersatzgeschäft ist lukrativ.

Die Rechte des Autofahrers werden beschnitten, befürchtet Daniela Mielchen vom Deutschen Anwaltverein.  Denn die können dann künftig nicht mehr frei wählen, wohin sie ihr Auto bringen.

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