AutoMobil | E-Visionär Günther Schuh im Gespräch

Reichweite ist nicht immer Trumpf

11.12.2017

Wer sich heutzutage ein Elektroauto kaufen möchte, muss dafür tief in die Tasche greifen. Trotz E-Prämie sind viele Fahrzeuge zu teuer. Muss aber nicht so sein, beweist ein Aachener Hochschulprofessor.

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Tesla bewirbt sein Model 3 als massentaugliches E-Auto. Massentauglich bedeutet in diesem Fall immerhin noch einen stolzen Preis von über 30.000 Euro. Damit ist das Model 3 in guter Gesellschaft, denn unter 30.000 Euro geht fast nichts im Bereich der Elektromobilität.

Es geht auch günstig

Die Betonung liegt hier auf fast, denn woran viele Großkonzerne bislang gescheitert sind, hat ein Aachener Universitätsprofessor nun hinbekommen. Mit seinem Team hat Günther Schuh nämlich ein E-Auto entwickelt, dass sich vor allem preislich deutlich von der Konkurrenz unterscheidet. Gerade einmal 16.000 Euro kostet sein Modell.

Es ist nicht nur mit einer kleinen Batterie, mit einem kleinen Fahrzeug, überhaupt möglich, ein besonders günstiges Elektrofahrzeug zu machen. – Günther Schuh

Schuh hat eine Marktlücke gefunden. Denn während sich die Global Player der Autobranche geradezu mit Reichweiten übertrumpfen, fährt der durchschnittliche Autofahrer keine 50 Kilometer pro Tag und erst recht nicht am Stück. Das berücksichtigt auch das Fahrzeug von Schuhs Team, es hat in etwa eine Reichweite von 150 Kilometern. Es eignet sich somit besonders gut für die urbane Mobilität.

Nicht der erste Coup

Mit seinem Cityflitzer ist es Günther Schuh schon zum zweiten Mal gelungen, die großen Hersteller abzuhängen. Auch der Streetscooter, den die Deutsche Post übernommen hat, stammt von dem Professor und seinem Team.

Wie aber bekommt ein kleines Forscherteam hin, woran die große Automobilindustrie scheitert? detektor.fm-Moderator Christian Eichler hat mit Prof. Dr. Günther Schuh über seine Ideen gesprochen.

2016_Prof_Günther_Schuh_e.GOEs ist nicht wirklich sinnvoll, mit einem reinen Elektroauto weit und schnell fahren zu wollen. Das ginge zwar, ist dann aber eben nicht wirtschaftlich. Prof. Dr. Günther Schuhleitet das Unternehmen e.GO. Foto: e.GO Mobile AG 

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