AutoMobil | Kältemittel R1234yf gefährlicher als bisher angenommen

24.01.2014

EU-Industriekommissar Tajani eröffnet ein Verfahren gegen Deutschland, weil Daimler nach wie vor nicht das vorgeschriebene Kältemittel für Klimaanlagen verwendet. Autobauer halten das Kühlmittel für zu gefährlich. Ein neuer Test gibt ihnen Recht.

Der Streit zwischen der EU und Deutschland um den Einsatz von Kältemitteln in den Klimaanlagen von Autos schwelt seit Monaten. Das von der EU vorgegebene Kältemittel R1234yf wird von Befürwortern als umweltfreundlich gelobt, Gegner kritisieren allerdings die potenzielle Gefahr des Kühlmittels. Im Brandfall kann dieses sich entzünden und Fahrzeuginsassen gefährden.

Auch der deutsche Autokonzern Daimler hält das neue Kühlmittel für zu gefährlich, um es in seinen Fahrzeugen einzusetzen. Die Klimaanlagen der neuen Mercedes-Modelle werden deshalb nach wie vor mit dem umweltschädlicheren Kältemittel R134a betrieben.

Projektmanager »Verkehr und Luftreinhaltung« bei der DUH.Patrick HuthProjektmanager »Verkehr und Luftreinhaltung« bei der DUH. 

Gestern hat die EU nun den Druck erhöht und ein Verfahren gegen Deutschland eröffnet. Die EU-Kommission wirft der Bundesregierung vor, sie hätte Daimler daran hindern müssen, das Kühlmittel R134a auch in den neuen Mercedes-Modellen zu verwenden.

Daimler hatter erklärt, das vorgeschriebene Kühlmittel sei ein unkalkulierbarer Risikofaktor. Ein neuer Test, den die Deutsche Umwelthilfe in Auftrag gegeben hat, bestätigt diese Angst nun.

Wie gefährlich das Kältemittel tatsächlich ist, besprechen wir mit Patrick Huth. Er ist Projektmanager für „Verkehr und Luftreinhaltung“ bei der Deutschen Umwelthilfe.


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