AutoMobil | Marode Schienennetze und marode Finanzen beim ÖPNV

15.06.2012

Marode Schienennetze, überalterte Bahnen. Einer Studie zufolge fehlen im ÖPNV rund 3,6 Milliarden Euro zur Sanierung. Der Grund: Das Finanzierungssystem ist so marode wie die Infrastruktur selbst.

Bitte nicht einsteigen: Zwei Kilometer Strecke mussten die Mülheimer Verkehrsbetriebe jüngst still legen. Foto: © Maja Hitij/ dapd

Geschäftsführer der KCW GmbHJan WernerGeschäftsführer der KCW GmbH 

Fahrgäste von öffentlichen Verkehrsmitteln kennen die Situation zur Genüge: Bahnen verspäten sich oder bleiben stecken, Klimaanlagen fallen aus, Strecken werden gesperrt. Besonders prekär ist die Lage in Nordrhein-Westfalen: Weil dort in den 60ern und 70ern besonders viele Straßen- und U-Bahnen gebaut wurden, sind viele davon gleichzeitig überaltert.

Neuinvestitionen sind dringend notwendig. Viele Bahnen sind mehr als 30 Jahre alt. Doch für neue Bahnen fehlt das Geld. Einer aktuellen Studie zufolge liegt der Grund im System: Der Nahverkehr fährt auf Verschleiß.

Finanzierung von der Hand in den Mund

Jan Werner ist Spezialist für den Nah- und Fernverkehr und berät Verkehrsbetriebe und Städte in Sachen Verkehr und Finanzen. Auch er stimmt den Ergebnissen der Studie zu: „Man hat von der Hand in den Mund gelebt.“ Wie es soweit kommen konnte und wie sich Verkehrsbetriebe finanzieren müsste, hat er detektor.fm-Moderator Christoph Dziedo im Interview erklärt.

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