AutoMobil | Was sind eigentlich „Typklassen“?

Je niedriger, desto besser

11.09.2017

Wie hoch die eigene Kfz-Versicherung ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon sind die sogenannten Typklassen. Was genau wird damit beschrieben und werden sie berechnet?

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Die Höhe der eigenen Kfz-Versicherung hängt von verschiedenen Dingen ab. So spielt beispielsweise das Alter des Fahrers eine große Rolle, aber auch die persönliche Auto-Erfahrung. Wie viele Leute mit dem Auto fahren dürfen ist ebenso wichtig wie die Zahl der Kilometer, die mit dem Auto pro Jahr zurücklegt werden. Etwas weniger eindeutig sind da die diversen Klassen, die mit reinspielen. Die „Regionalklasse“ spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle. Dabei geht es darum, wie viele Unfälle es in einer bestimmten Region gegeben hat. Werden besonders viele Fahrzeuge gestohlen?

Je niedriger die Klasse, desto besser

Wer sein Fahrzeug in einer Großstadt zulässt, zahlt deswegen oftmals mehr als auf dem Land. Denn wo die Dichte der Verkehrsteilnehmer hoch ist, kracht es statistisch häufiger.

Es geht immer darum, wo sie ihr Auto fahren. – Kathrin Jarosch, Gesamtverband der Versicherer

Auch die sogenannten „Typklassen“ spielen für die Versicherung eine Rolle. Dabei wird berücksichtigt, wie häufig mit einem bestimmten Fahrzeug Unfälle passieren und ebenso, wie oft solche Autos gestohlen werden. Auch Fahrzeugbrände oder Glasschäden sind relevant. Eine Mercedes S-Klasse wird beispielsweise vermutlich häufiger aufgebrochen als ein älterer VW Polo. Das spiegelt sich dann auch in der Versicherung wider.

Typklassen: 1/3 der Autofahrer betroffen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat nun die neuen Typklassen für das Jahr 2018 veröffentlicht. Für den Großteil der Autobesitzer ändert sich nichts, bei rund einem Drittel der versicherten deutschen Autos aber ändern sich die Einstufungen in die Typklassen. Ungefähr jeder zehnte Autobesitzer wird in eine niedrigere Klasse eingestuft, das betrifft ca. 5,2 Millionen Autos. Dagegen rutschen rund 6,9 Millionen Autos rutschen dagegen in höhere Typklassen.

Wie Typklassen genau funktionieren und worauf man vielleicht schon beim Autokauf achten sollte, hat detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt mit Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) besprochen.

gdv-ap-journalisten-jaroschSind die Typklassen niedrig, sind auch die Aussichten auf einen niedrigeren Versicherungsbeitrag da.Kathrin Jaroscherklärt im Gespräch die Typklassen. 

Ob Ihr Fahrzeug in eine neue Typklasse eingestuft wurde, erfahren Sie auf der Webseite des GDV.


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