aVOID: eine Browser-Erweiterung gegen Kinderarbeit

11.09.2012

Die Erweiterung für den Browser "aVOID" blendet beim Online-Einkauf Produkte aus, bei denen ein Verdacht auf Kinderarbeit besteht. Viele Firmen beschweren sich über die Bewertung. Wir haben nachgefragt, ob das gerechtfertigt ist und wie das Plug-In überhaupt funktioniert.

Kinderarbeit ist vor allem in Asien weit verbreitet. Foto: © CazzJj/flickr

findet, dass zu viele Firmen undurchsichtige Politik betreiben.Bernhard Henselmannfindet, dass zu viele Firmen undurchsichtige Politik betreiben. 

Fair hergestellte Produkte kaufen – das funktioniert im Internet meist schneller und unkomplizierter als im Laden um die Ecke. Schnell ist ein neues Browser-Fenster geöffnet, in dem die Firmenprinzipien recherchiert werden können.

Noch schneller soll es jetzt mit der Browser-Erweiterung „aVOID“ funktionieren. Das Plug-In wird vom Verein Earth Link zur Verfügung gestellt – und blendet beim Online-Einkauf Produkte aus, bei denen der Verdacht auf Kinderarbeit besteht. Viele große Hersteller wie Tommy Hilfiger oder Tamaris sind dann plötzlich nicht mehr zu sehen. Firmen werden auch dann negativ bewertet, wenn auf die Anfrage des Vereins keine Antwort erfolgte. Auch sonst muss sich Earth Link vor allem auf Aussagen anderer verlassen – denn ihre Kontrolle erfolgt über Internetrecherche.

„aVOID“ kommt vom englischen „avoid“, was verhindern heißt. Gleichzeitig versteckt sich dahinter auch „a void“ – zu Deutsch: eine Lücke.

Wie die Bewertung funktioniert und welche Kriterien ausschlaggebend sind, darüber haben wir mit Bernhard Henselmann gesprochen. Er ist der Geschäftsführer vom Earth Link e.V.