Bankenkrise in Spanien: Wie alles anfing

11.06.2012

Griechenland, Irland, Portugal – und jetzt also auch Spanien. Nach langem Hin und Her hat die spanische Regierung angekündigt, dass sie demnächst Hilfe aus einem Euro-Rettungspaket beantragen will.

Nach Griechenland, Irland und Portugal schlüpft bald auch Spanien unter den Euro-Rettungsschirm. Foto: © Steffi Loos/dapd

ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.Stefan Wilhelm ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. 

Anders als zum Beispiel in Griechenland fehlt in Spanien das Geld nicht im Staatshaushalt. Das Problem sind einige der Banken. Die haben zu leichtfertig Immobilien-Kredite vergeben und bekommen ihr Geld jetzt nicht mehr rein.

Die spanische Regierung hat lange geleugnet, dass sie auf Hilfe angewiesen ist. Jetzt kam die 180-Grad-Wende: Wirtschaftsminister Luis de Guindos hat bestätigt, dass sein Land Hilfen aus dem Rettungsfonds beantragen will.

Als vor einigen Jahren die ersten Banken auch in Deutschland ins Wanken gerieten, galten die Institute in Spanien noch als sehr solide. Was also hat sich seitdem geändert? Und was war der Auslöser der Krise in Spanien?

Darüber haben wir mit Stefan Wilhelm gesprochen, er lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Banken und Finanzierung.