Berliner Großflughafen Schönefeld – Anwohner müssen mit Fluglärm leben

31.07.2012

Die Klage gegen den Flughafen Berlin-Brandenburg ist abgelehnt worden. Anwohner hatten sich wegen des Fluglärms beschwert. Doch was bedeutet das nun für Berlin und Brandenburg?

Feuerwehrleute auf der Baustelle des Flughafens Berlin-Brandenburg “Willy Brandt” (BER). Foto: © Michael Gottschalk/dapd

Journalist bei der Berliner Zeitung.Peter NeumannJournalist bei der Berliner Zeitung. 

Der Berliner Flughafen muss nicht neu geplant werden. Anwohner hatten gegen den Flughafen geklagt, da sie sich von Fluglärm bedroht sahen.

Die Richter des Bundesverwaltungsgericht in Leipzig urteilen zugunsten des Flughafens. Sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Anwohner bereits 2004 gegen die Planung hätten klagen können.

Das Problem: Damals lagen die genauen Flugrouten noch nicht vor. Zwar sind damals vorläufige Flugrouten veröffentlicht worden, doch die endgültige Entscheidung ist erst vor einem halben Jahr getroffen worden. Viele Anwohner wussten also nicht, dass ihr Haus nun in der Einflugschneise liegt. Diese Argumente konnten die Richter jedoch nicht überzeugen. Der Flughafen wird weiter gebaut.

Wird der Flughafen in Schönefeld nun, ähnlich wie in Frankfurt am Main, zum Dauer-Streitthema? Wir haben darüber mit dem Journalisten der „Berliner Zeitung“ Peter Neumann gesprochen. Er hat die Entwicklungen der letzten Monate intensiv verfolgt.

Die verminderte Tonqualität bitten wir zu entschuldigen.

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