Betriebliche Weiterbildungen – Sprungbrett oder Hürde?

07.10.2013

Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen sind die Grundsteine für einen beruflichen Aufstieg. Doch die deutschen Arbeitnehmer nutzen diese Möglichkeit sehr unterschiedlich. Wer besonders davon profitiert und wer auf der Strecke bleibt, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund untersucht.

Hilft das Meister-BAföG, Handwerker besser auszubilden? Foto: © Thomas Szynkiewicz/ flickr.com



Immer mehr Arbeitnehmer nehmen an Weiterbildungen teil, doch nicht jeder profitiert gleichermaßen von solchen Programmen. Die Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt, dass vor allem die, die eine Weiterqualifizierung besonders brauchen, selten eine solche Chance wahrnehmen. So bilden sich nur 29 Prozent der Arbeitslosen weiter, während fast die Hälfte der Arbeitnehmer solche Angebote nutzt.

Aber nicht nur das Beschäftigungsverhältnis scheint eine Rolle zu spielen, sondern auch der berufliche Aufstieg. Denn je höher man bereits auf der Karriereleiter aufgestiegen ist, desto eher nimmt man an Fortbildungen teil, so ein weiteres Ergebnis der Studie des DGB.

leitete die Studie des »DGB«Matthias Anbuhlleitete die Studie des »DGB« 

Diese Entwicklung kann wegen der Folgen problematisch werden: Laufen doch hauptsächlich Menschen ohne Berufsabschluss Gefahr, nicht nur heute in Armut zu leben, sondern auch für das Alter kaum Rücklagen bilden zu können. Arbeitnehmer hingegen, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen können, minimieren ihr Risiko der Altersarmut.

Wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist und was dagegen getan werden kann, haben wir Matthias Anbuhl gefragt. Er ist Autor der Studie und leitet die Abteilung „Bildungspolitik und Bildungsarbeit“ im DGB-Bundesvorstand.

Es fehlt an finanzieller Unterstützung. – Matthias Anbuhl, DGB