Bio-Landwirtschaft: Unter dem Strich alles andere als Öko?

27.03.2012

Bio sollte doch eigentlich für ökologischen und nachhaltigen Konsum stehen. Doch unterm Strich kann die CO2-Bilanz von Bio-Produkten mitunter schlechter sein, als bei der konventionellen Landwirtschaft.

Professor am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Uni Kiel.Prof. Friedhelm TaubeProfessor am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Uni Kiel. 

Es gibt Bio-Gemüse, Bio-Fleisch, Bio-Strom, Bio-Kleidung und noch mehr. Diese Produkte haben alle eins gemein: Sie sollen ökologisch produziert und umweltverträglich sein.

Manchmal nimmt das dann auch skurrile Züge an: wenn die Bio-Erdbeeren extra aus Israel hierher eingeflogen werden und damit eigentlich nicht mehr so wirklich umweltschonend sind.

Direktor des Forschungsinstituts für ökologischen Landbau in Frick.Prof. Urs NiggliDirektor des Forschungsinstituts für ökologischen Landbau in Frick. 

Eine Studie kommt nun zu dem Schluss: Bio-Bauernhöfe sollen sogar eine schlechtere energetische und CO2-Gesamtbilanz haben, als konventionelle Bauernhöfe.

Ist Bio jetzt doch nicht der richtige Weg für eine ökologisch korrekte Lebensweise?

Das haben wir zwei Experten gefragt: Urs Niggli ist Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau im schweizerischen Frick, Friedhelm Taube Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung an der Universität Kiel. Ob mit dem Label „Bio“ nur die Verbraucher abgezockt und der Erde am Ende gar kein Gefallen getan wird, erklären die beiden Experten im Interview.

Urs Niggli zu Bioanbau

Friedhelm Taube zu Bioprodukten