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Bitte zahlen: Paywalls für Online-Tageszeitungen

Noch stehen Artikel von Zeitungen meist kostenlos im Netz. Das soll sich ändern: Der Axel-Springer-Verlag führt für einige seiner Zeitungen eine sogenannte Bezahlschranke ein. Andere wollen nachziehen. In den USA funktioniert das mitunter schon.

Prof. Martin Emmer - sagt: Bezahlschranken sind grundsätzlich etwas, über das man nachdenken kann.

sagt: Bezahlschranken sind grundsätzlich etwas, über das man nachdenken kann.
Prof. Martin Emmer

Den Anfang in Deutschland soll die Online-Ausgabe der „Welt“ machen – und zwar nach dem Vorbild der New York Times. Dort kann eine bestimmte Anzahl an Artikeln frei abgerufen werden, bevor die Leser zur Kasse gebeten werden.

Für den Online-Auftritt der Bild-Zeitung soll ein anderes Modell greifen. Welches allerdings genau, ist noch unklar.

Andere Verlager und große Tageszeitungen haben bereits angekündigt, die „paywall“ auch überdenken zu wollen: die Geschäftsführung der FAZ und der Südwestdeutschen Medien Holding äußerten positiv zur Einführung der Bezahlschranken.

Rettung für die Zeitung?

Sie alle hegen die Hoffnung, dieser Schritt könne die bröckelnden Geschäftsmodelle der Print-Medien mit einer neuen Einnahmequelle stabilisieren.

Ob sich solche Bezahlsysteme etablieren, wie die Leser davon profitieren und welche Hindernisse auftreten können, darüber sprechen wir mit Martin Emmer, Professor für Mediennutzung am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin.

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