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Über die Wirtschaftsthemen der Woche sprechen wir jeden Donnerstag mit den Kollegen von der Wirtschaftswoche. Immer um 08:15 Uhr in unserere Sendung „detektor.fm Am Vormittag“
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Boom der Rüstungsindustrie

Der Mittelstand macht’s möglich

Die deutsche Rüstungsindustrie boomt wie lange nicht. Verantwortlich dafür sind aber nicht nur die derzeitigen Krisen und Konflikte auf der Welt, wie Rüdiger Kiani-Kreß von der WirtschaftsWoche im Gespräch erklärt.

Deutschland ist in zwei Dingen wirklich gut: Autos und Waffen. Und auch wenn an dem Geschäft mit Panzern, Munition und anderen Kriegsutensilien zweifellos ein fragwürdiger Ruf haftet, steht fest, dass es aktuell eine der stärksten Wirtschaftszweige ist. Allein im vergangenen Jahr haben deutsche Unternehmen wie Heckler&Koch Rüstungsgüter im Wert von insgesamt 4,2 Milliarden Euro verkauft. Der Trend? Steigend!

Die Abnehmer: Nato-Verbündete und die Golfstaaten

Zu den größten Abnehmern deutscher Rüstungsgüter gehören neben Ländern wie Saudi-Arabien, Katar oder Algerien, vor allem auch Nato-Bündnisspartner wie Frankreich oder Großbritannien. Für sie ist an Waffen aus Deutschland besonders attraktiv, dass diese zum Besten gehören, was der Markt zu bieten hat. Konkret heißt das, so makaber es auch klingt: besonders gut, besonders robust, besonders teuer.

Wir dürfen nicht vergessen: Die Rüstungsindustrie ist eben auch, in der Art wie sie arbeitet und produziert, ein Teil der deutschen Industrie. – Rüdiger Kiani-Kreß, Redakteur der WirtschaftsWoche

Das Rückgrat: mittelständische Unternehmen

Dass die Bundesrepublik, neben den USA und Russland, drittgrößter Waffenlieferant der Welt ist, liegt vor allem auch daran, wie produziert wird. Denn neben einigen wenigen großen Namen wie der Rheinmetall Group oder Airbus stehen hinter der hiesigen Rüstungsindustrie vor allem kleine mittelständische Unternehmen. Sie können wesentlich kundenorientierter und auf einem qualitativ höheren Niveau arbeiten, als es Großkonzerne mit Massenproduktion können.

Eine weitere Stärke ist, und das unterscheidet sie von den Rüstungsunternehmen in anderen Ländern, fast alle haben auch eine zivile Sparte. Das bedeutet, sie denken wie zivile Unternehmen, sie arbeiten auch effizient wie zivile Unternehmen und dadurch, dass die ‚zivilen Brüder‘ – wenn ich das jetzt mal so nennen darf – im Ausland schon aktiv sind und exportieren, wissen sie auch eher, wie man im Ausland Dinge verkauft.Rüdiger Kiani-Kress

Warum deutsche Rüstungsgüter derzeit so begehrt sind, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Marie Landes mit Rüdiger Kiani-Kreß von der WirtschaftsWoche gesprochen. Er schreibt für das Magazin seit 2000 über Fluglinien, Flugzeughersteller, aber auch Rüstungsunternehmen und die Musikindustrie.

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