Das brand eins Magazin zum Hören | Schwerpunkt „Einfach machen“

Let's do it – Vier Geschichten von Leuten, die einfach machen

05.06.2016

In der Theorie klingt's immer so einfach – und in der Praxis ist es alles andere als das: "Einfach machen" lautet diesmal der Schwerpunkt im brand eins Magazin. Wir sprechen über Dinge, die eigentlich unmöglich sind: ein Online-Shop, der Produkte schlechtredet. Bauen mit Wüstensand. Über Klärschlamm als Geschäftsidee. Und über die Idee, eine eigene Hochschule zu gründen.

Das brand eins Magazin zum Hören

Immer sonntags 11 Uhr reden wir auf detektor.fm über Wirtschaft – und zwar nicht so, wie wir es aus der Zeitung, den Nachrichten oder der Tagesschau kennen: mit Zahlen, Nachrichten und Bilanzen. Wir sprechen über spannenden Geschichten, über etwas verrückte Leute und über skurrile, aber tolle Ideen.

Wir tun das in Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin brand eins. Das aktuelle Heft trägt den Schwerpunkt „Einfach machen“, und das soll auch das Thema unserer Sendung sein. Wir stellen Ihnen Menschen vor, die genug Grund gehabt hätten, alles zu lassen, wie es ist – und es trotzdem nicht getan haben.

woot.com – Mittelmaß als Geschäftsgeheimnis

Stellen wir uns mal vor: Man braucht eine neue Hose, geht in ein Geschäft, der Verkäufer kommt, bringt ein paar Modelle und sagt dann: „Die hier, die hat echt eine doofe Farbe. Und schön geschnitten ist die auch nicht. Aber hey, dafür ist sie billig!“

Vermutlich würde man da nicht nochmal hingehen. Bei Elektronik ist das ganze nochmal verschärft: Online-Shops geben sich alle Mühe, das jeweils neue Gerät als noch ein bisschen besser und noch ein bisschen günstiger darzustellen. Ganze Vergleichs-Seiten leben davon, Tabellen, Testberichte und Kaufempfehlungen zu schreiben. Alle machen mit.

Alle? Nein, nicht alle. Es gab da mal einen Web-Shop, der setzte nicht auf den besten Preis oder auf die neuesten Produkte – sondern auf Humor.

Woot.com war von Amazon gekauft worden. Für viel Geld. Und ging danach den Bach runter. Sein Erfinder hätte sich zur Ruhe setzen können. Hat er aber nicht. Er hat wieder von vorn angefangen. Christoph Koch hat diese Geschichte aufgeschrieben und mit uns darüber gesprochen.

Das brand eins Magazin gibt's auch als Podcast.

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Warum Klärschlamm alles andere als Abfall ist

Seinen Dreck sollte man auch selbst wegmachen. Klingt fair. Tatsache ist aber, dass wir uns das in unserer Zivilisation ganz anders eingerichtet haben. Unser Dreck, der geht in ein Rohr, dann in die Kanalisation, dann in ein Klärwerk. Und dort bleibt am Ende zurück: Klärschlamm. Millionen Tonnen. Jedes Jahr.

Es gibt einen Mann, der sagt: Das ist Ressourcenverschwendung. Er will aus dem Klärschlamm Kohlebriketts machen. Doch obwohl die Idee nicht nur gut ist, sondern auch funktionieren kann, kommt er in Deutschland nicht so richtig vorwärts damit. Nun baut er seine Fabrik in China auf. Warum das so ist und wie die Idee funktionieren soll, haben wir mit Marc Buttmann gefragt.

Auf Sand gebaut? Gute Idee!

“Auf Sand gebaut”, das weiß jeder, der das Sprichwort kennt, ist keine gute Idee. Mit Sand gebaut aber könnte eine gute Idee sein. Das glauben zumindest zwei Unternehmer – zwei, die allerdings wirklich sehr verschieden sind.

Einer war hochrangiger Manager, hatte seine Anteile versilbert, lebte mit Ferienhaus und Privatschule für die Tochter in Florida. Der andere musste erleben, wie mit der DDR auch seine Karriere zusammenbrach. Er lebte lange Zeit nur mit Unterstützung vom Amt und glaubte all die Jahre fest an seine Idee.

Heute steht in einer Fabrik im Thüringer Wald eine Maschine, die aus Wüstensand Bauziegel herstellen kann: Ziegel, die an Legosteine erinnern. Damit können Menschen ohne Vorbildung und ohne Spezialmaterial Häuser bauen – äußerst günstig. Das könnte weltweit Menschen helfen.

Was die beiden verbindet und wie die sich überhaupt gefunden haben, erzählt uns Anika Kreller, die die ganze Geschichte für die brand eins aufgeschrieben hat.

Freie Hochschule für freie Köpfe

„Einfach machen“ heißt der Schwerpunkt im aktuellen brand eins Magazin. Ein Satz, der an der Uni ja, wenn man ehrlich ist, meistens eher Theorie ist.

Das Ideal mag sein: Menschen bilden sich entwickeln sich zu selbstständigen, freien Denkern. Die Realität heißt aber oft: Credits, Stundenplänen und Studienordnungen hinterher hetzen. Das Seminar belegen, wo man gerade so noch einen Platz bekommen hat. Und ewig auf die Note warten, weil viel zu viele Studierende auf viel zu wenig Dozenten kommen.

Einige von denen, Dozenten und Studenten, haben sich gedacht: Das muss besser gehen. Und kurzerhand ihre eigene Hochschule gegründet – die Cusanus Hochschule. Was die wollen und warum die das getan haben? Andreas Molitor hat sich das angeschaut.

Über all diese Geschichten sprechen wir mit denen, die dahinter stehen: im aktuellen brand eins Magazin.


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Die Musik zum Magazin: Die brand eins Playlist auf Spotify – mit Songs passend zum Schwerpunkt „Einfach machen“