Der politische Einfluss von Stiftungen

Bricht die Bertelsmann-Stiftung mit ihren eigenen Grundsätzen?

22.05.2014

LobbyControl kritisiert die Bertelsmann-Stiftung für ihre Haltung zum Freihandelsabkommen. Die Lobby-Beobachter werfen der Stiftung einen Bruch mit den eigenen Prinzipien vor. Nützt die vehemente Verteidigung des Freihandelsabkommens durch die Stiftung der Gemeinschaft oder wirklich der Bertelmann AG?

Wie nah steht Liz Mohn Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung der Politik? Foto: © AFP |  John Macdougall

Die Bertelsmann-Stiftung spricht sich in ihren Studien vehement für ein Freihandelsabkommen mit den USA aus. Insgesamt sind die Studien aus Sicht von LobbyControl einseitig. Teilweise kommen andere Wissenschaftler zu dem Schluss, das einige Ergebnisse schlicht falsch sind. Woran liegt der große Einsatz für das Freihandelsabkommen seitens der Bertelsmann-Stiftung? Denkbar ist laut einigen Beobachtern ein Zusammenhang mit der Bertelsmann AG, die von dem Abkommen erheblich profitieren könnte.

Verstoß gegen die eigene Vorsätze

Die Nichtregierungsorganisation LobbyControl ist dieser Meinung und kritisiert die Bertelsmann-Stiftung in einem offenen Brief. Mit der Werbung für das Freihandelsabkommen vorstoße die Stiftung gegen ihre eigenen Vorsätze. Denn die Stiftung hat sich öffentlich dazu verpflichtet keine Werbung für die Bertelsmann AG zu machen. LobbyControl kritisiert angesichts der Verflechtung der Bertelsmann-Stiftung mit dem Bertelsmann-Konzern deren politischen Einfluss.

Wieso bei der Bertelsmann-Stiftung beim Freihandelsabkommen unternehmenerische Interessen im Vordergrund stehen könnten, darüber haben wir mit Max Bank von LobbyControl gesprochen.

arbeitet für LobbyControlWir fordern, dass die Bertelsmann-Stiftung ihre Aktivitäten zum Freihandelsabkommen aufgibt.Max Bankarbeitet für LobbyControl