Bücherdigitalisierung: Europa präsentiert erste Ergebnisse in der Zusammenarbeit mit Google

11.01.2011

E-Books und iPad. Die Zukunft von Zeitungen und Büchern liegt in der Digitalisierung. Und auch die bisherigen Bücher werden nach und nach digitalisiert.

Das Digitaliseren des Buchbestandes ist sehr aufwändig und teuer. © Oliver Lang / dapd.

Sie ist Generaldirektorin der Nationalbibliothek in Frankfurt am Main.Elisabeth Niggemann.Sie ist Generaldirektorin der Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. 

Seit iPad und kindle auf dem Markt sind, boombt die E-Book Branche. Nutzer können ihre Zeitungen und Bücher online bestellen und bezahlen dann ganz ohne Papier auf dem Tablet-Computer. Besonders Google wittert in der Digitalisierung von Büchern ein großes Geschäft. Das Unternehmen hat seit 2004 weltweit bereits 15 Millionen Bücher digitalisiert und möchte mit der eigenen digitalen Bibliothek Geld verdienen. Die europäischen Staaten streiten seit langem, wie sie mit der Bücher-Digitalisierung von Google umgehen sollen.

Franzosen, Italiener und Österreicher arbeiten bereits mit Google zusammen. Die Deutschen sehen in Google dagegen vor allem eine Konkurrenz des europäischen Bibliotheken-Portals „Europana„. Gestern haben sich in Brüssel die Experten der EU getroffen, um über die Zusammenarbeit mit Google zu diskutieren.

Wir haben mit Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek und Mitglied der Expertengruppe, gesprochen.

Die Zukunft von Büchern und Zeitungen ist digital. Das iPad von Apple hat diese Entwicklung beschleunigt. Nutzer können ihre Zeitungen und Bücher online bestellen und bezahlen und sie dann ganz ohne Papier auf dem Tablet-Computer lesen. Google wittert in der Digitalisierzung von Büchern ein großes Geschäft. Das Unternehmen hat seit 2004 bereits 15 Millionen Bücher weltweit digitalisiert und möchte mit der eigenen digitalen Bibliothek Geld verdienen. Die europäischen Staaten sind sich bisher nicht einig, wie sie mit der Bücher-Digitalisierung von Google umgehen sollen. Franzosen, Italiener und Österreicher arbeiten bereits mit Google zusammen. Die Deutschen sehen in Google dagegen eine Konkurrenz von dem europäischen Bibliotheken-Portal Europeana. Die Experten -Gruppe der EU präsentierte gestern in Brüssel ihre Vorschläge zur Zusammenarbeit mit Google. Elisabeth Niggemann ist Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek und Mitglied der Expertengruppe.