Der Chef-Ökonom der Deutschen Bank im Interview: “Wir haben große Fehler gemacht”

02.12.2011

Kommende Woche schlägt auf dem EU-Gipfel in Brüssel für Merkel & Co die Stunde der Wahrheit - Reformen müssen her um den Euro zu retten. Wo Thomas Mayer, der Deutsche-Bank-Chefökonom, die Verantwortung der Banken sieht, hören Sie im detektor.fm-Interview.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hält am Euro fest - Thomas Mayer denkt, dass in Zukunft möglicherweise einige Länder nicht mehr dabei sind. / Foto: © deutsche-bank.de

Chefökonom der Deutschen Bank im detektor.fm-Studio.Thomas MayerChefökonom der Deutschen Bank im detektor.fm-Studio. 

Heute hat die deutsche Bundeskanzlerin im Bundestag ihren Fahrplan in der Euro- und Schuldenkrise erläutert. Denn nächste Woche findet am 8. und 9. Dezember der Euro-Gipfel in Brüssel statt und dieser Gipfel könnte entscheidend sein: nach dem Motto “Jetzt oder nie“ soll der Gipfel den Ausweg aus der Schulden- und Finanzkrise aufzeigen.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nikolas Sarkozy arbeiten an einem „Euro-Masterplan“ um die Rettung des Euro abzusichern. Ob ein Festhalten am Euro aus Sicht der Banken sinnvoll ist und wie sie durch die Finanzkrise navigieren würden, das fragen wir den Chefvolkswirt der Deutschen Bank Thomas Mayer.

Wir, die Finanzmärkte, brauchen jetzt mal Gewissheit wohin die Reise gehen soll.(Thomas Mayer)

Oftmals wurde in der Vergangenheit auch den Banken der schwarze Peter zugeschoben. Zurecht? Auch das wollen wir wissen – und fragen im zweiten Teil des Interviews nach der Verantwortung von Banken und Bänkern.

In den 20 Jahren bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2007 haben auch wir Mittler große Fehler gemacht. (Thomas Mayer)