Couchsurfing statt Lernen: Studieren mit Wohnungsnot

27.11.2012

Die Situation wird immer öfter eng: Studenten finden in immer mehr Städten keine Zimmer oder Wohnungen mehr. Was dann? Kasernen, Turnhallen, Couchsurfing? Ein Freiburger Student beschreibt seinen Uni-Alltag ohne Wohnung.

Bundesminister Ramsauer will Studenten ohne Wohnung in ehemaligen Kasernen unterbringen. © Foto: Lukas Barth/dapd

Eine bezahlbare Wohung zu finden, ist nicht leicht. Vor allem, wenn man nur ein Studentenbudget zur Verfügung hat. Wer Glück hat, findet eine günstige WG oder einen Platz im Studentenwohnheim.

70.000 fehlende Wohnungen

Derzeit fehlen in Deutschland etwa 70.000 Studentenwohnungen, vielerorts gibt es sehr lange Wartelisten für die Wohnheime und in manchen Städten braucht es sogar Notunterkünfte in Turnhallen oder Jugendherbergen für die Studierenden.

Ein Grund dafür ist die sehr hohe Zahl der Studienanfänger zum aktuellen Wintersemester, bedingt durch die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht.

Minister Ramsauer will Kasernen nutzen

Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung traf sich an diesem Dienstag mit Studierendenvertretern, um über Lösungen des Wohnungsnot-Problems zu sprechen. Eine seiner Ideen bisher: ehemalige Bundeswehr-Kasernen könnten zur Unterbringung der Studierenden genutzt werden.

Wir haben über die Wohnungsknappheit mit Moritz Lahr gesprochen. Er ist seit kurzem Soziologie-Student in Freiburg – hat aber bisher keine Wohnung finden können. Über seine Erfahrungen berichtet er im Interview.