Cyberangriff: Ölförderung im Iran offline

24.04.2012

Es ist knapp zwei Jahre her, als der Computervirus Stuxnet erstmals Gerüchte über einen Cyberangriff aufkommen ließ. Damals waren die iranischen Atomanlagen von der Attacke betroffen. Nun wurde erneut zugeschlagen – wieder im Iran.

Bei Cyberangriffen kommen häufig trojanische Pferde - hier durch ein Spielzeugpferd symbolisiert - zum Einsatz. © David Hecker/dapd

Jannis Moutafisvom Computermagazin CHIP. 

Angriffziel war diesmal nicht die Atomindustrie, sondern die Ölanlagen der Nationalen Ölgesellschaft. Es sollten Daten auf den Servern der Behörde gelöscht werden, teilte ein Sprecher mit. Schäden soll es jedoch nicht gegeben haben. Aus Sicherheitsgründen wurden zahlreiche Systeme zwischenzeitlich vom Internet getrennt worden. Zudem seien Server mit sensiblen Daten sowieso nicht direkt mit dem Internet verbunden, hieß es.

Experten vermuten, dass hinter dem aktuellen Angriff nicht die Stuxnet-Programmierer stecken, da der neue Virus wesentlich einfacher geschrieben ist. Erst vor wenigen Wochen wurde berichtet, dass die iranischen Atomanlagen final von Stuxnet befreit werden konnten. Am heutigen Nachmittag wurde dann bekannt, dass der aktuelle Virus gestoppt wurde.

Jannis Moutafis vom Computermagazin CHIP beschäftigt sich mit Cyberangriffen. Wie er die aktuellen Meldungen einordnet, hören Sie hier.