David gegen Goliath – Private Zugunternehmen trotzen der Bahn

02.03.2012

Die Deutsche Bahn bekommt Konkurrenz: Private Unternehmen wollen das Monopol des Konzerns auch im Fernstreckenverkehr aufbrechen. Haben sie damit Aussicht auf Erfolg?

Es scheint ein lukratives Geschäft zu sein: 2010 hat die Deutsche Bahn insgesamt 3,7 Milliarden Euro Umsatz im Fernstreckenverkehr erwirtschaftet. Im Regionalverkehr gibt es bereits private Unternehmen. Jetzt wollen sie der Bahn auch auf  Fernverkehrsstrecken Konkurrenz machen.

Direktor des Instituts für Verkehrswissenschaft an der Universität MünsterProf. Karl-Hans HartwigDirektor des Instituts für Verkehrswissenschaft an der Universität Münster 

Ab dem Herbst will der Kölner Veranstalter für Zugreisen MSM zweimal täglich Fahrten von Köln über Hamburg nach Berlin zu günstigeren Preisen anbieten. Er ist nicht der erste private Anbieter, der versucht in dieser Sparte Fuß zu fassen. Bereits 2010 sollte der Hamburg-Köln-Express starten. Doch es gab immer wieder Verzögerungen, bisher sind die Züge noch nicht auf der Strecke.

Ob ein privates Unternehmen der Deutschen Bahn überhaupt Konkurrenz machen kann, darüber haben wir mit Karl-Hans Hartwig gesprochen. Er ist Direktor des Instituts für Verkehrswissenschaft an der Universität Münster.

Ich bin nur der Auffassung, dass es wahrscheinlich im Schienenpersonenfernverkehr nicht genügend Geld zu verdienen gibt, damit sich mehrere Anbieter diesen Markt teilen.