Dem Internet gehen die Adressen aus – neues Protokoll kommt

07.02.2011

Jedes Gerät, das online geht, hat eine eindeutige Adresse: die sogenannte "IP". Doch in diesem Jahr werden die hierfür verwendeten Adressen knapp. Das neue Format heißt "IPv6" - und der Umstieg steht kurz bevor. Was bedeutet das?

Vorwärts immer… das Internet wächst rasend schnell. Jetzt gehen die aktuell verwendeten IP-Adressen zur Neige. Das hätte bei deren Einführung 1981 keiner gedacht. Doch kein Grund zur Unruhe: der nächste Standard wartet schon. / © Markus Hein pixelio.de

Wissenschaftler am renommierten Hasso-Plattner-Institut.Dr. Harald SackWissenschaftler am renommierten Hasso-Plattner-Institut. 

Wenn Sie jemanden besuchen wollen, brauchen Sie: seine Adresse. Und genau so funktioniert es auch im Netz: jeder Rechner hat dort eine eigene Adresse, die sogenannte IP. Nur so ist es möglich, Inhalte zu empfangen – ähnlich wie bei einem Brief, den Sie auch nur dann erhalten, wenn Ihre Adresse korrekt ist. Die IPs sind also so etwas wie die Postleitzahlen im Netz.

Doch jetzt kam eine Meldung auf, die irgendwie ziemlich komisch klingt: die Postleitzahlen für das Netz sind alle. Das Format, das hierfür bisher verwendet wurde, nennt sich IPv4. Und die Adressblöcke in diesem Format sind nun alle vergeben. Ein neues Format muss her, ist mit IPv6 bereits gefunden – und die Umstellung steht kurz bevor. Was das bedeutet, wo hierbei Probleme auftauchen könnten, und wie lang die IPv6-Adressen dann reichen, darüber sprechen wir mit Harald Sack, Wissenschaftler am Hasso-Plattner-Institut.