Depressionen, Schlafstörungen und Tabletten – Ärzte als Patienten

09.04.2010

Ärzte gelten für viele immer noch als "Götter in Weiß". Kaum eine Berufsgruppe verdient so gut, aber sie sind auch besonders anfällig für Frust und Stress.

Immer mehr Ärzte werden aufgrund ihres Berufs selbst zu Patienten. Foto: Kim Graf/ ddp.

Leiter des Instituts für Medizinische Soziologie.Johannes Siegrist.Leiter des Instituts für Medizinische Soziologie. 

Verdauungsprobleme, Burnout, Alkohol- und Tablettensucht. Das sind die häufigsten Probleme. Diese Symptome beschreiben jedoch nicht irgendwelche Kassenpatienten, sondern sie sind Symptome von Ärzten. Denn die sind immer häufiger selbst überfordert und werden krank. Heute erscheint eine Studie von Medizinsoziologen aus Hamburg und Düsseldorf, die sich mit Ärzten und ihrer gesundheitlichen Verfassung beschäftigt hat. Johannes Siegrist ist Professor in Düsseldorf, Medizinsoziologe und Mitautor der heute präsentierten Studie.

Wir haben mit ihm über die Arbeitsbelastung von Chirurgen in Kliniken und die fehlende Anerkennung durch Chefs gesprochen.