Der Vatikan und seine Banken – Papst Franziskus I. räumt auf

03.07.2013

Die Bank des Vatikans, die IOR, steckt tief in einem Korruptionsskandal. Sowohl der Direktor als auch sein Stellvertreter mussten zurücktreten. Den Buchhalter hat die Polizei sogar festgenommen.

“Eine der kriminellsten Banken der Welt”: die Zentrale des IOR, der Bank des Vatikans. Foto: © Gabriel Bouys/AFP

Andreas Englisch - Franziskus – Zeichen der Hoffnung

Franziskus – Zeichen der Hoffnung

Andreas Englisch

(C. Bertelsmann Verlag, bereits erschienen)

Monsignore Nunzio Scarano geht es nicht gut. Der Buchhalter des IOR, der Bank des Vatikans, ist in Untersuchungshaft gewesen und ist dann – aufgrund von Unbehagen – zu Hausarrest verurteilt worden.

lebt seit 1987 als Vatikankorrespondent in Rom.Andreas Englischlebt seit 1987 als Vatikankorrespondent in Rom. 

Scarano ist die Schlüsselperson im Korruptionsskandal des IOR (zu deutsch: Institut für religiöse Werke). Denn er soll für einen Freund mehrere Millionen Euro veruntreut haben.

Chef und Vize treten zurück

Anfang der Woche sind dann der Generaldirektor Paolo Cipriani und sein Vize Massimo Tulli zurückgetreten. Übergangsweise leitet nun Ernst von Freyberg die krisengeschüttelte Bank.

Was genau im Vatikan los ist und wie Papst Franziskus jetzt reagiert, das haben wir Andreas Englisch gefragt. Er verfügt im Vatikan über exzellente Kontakte und ist Autor des Buches „Franziskus – Zeichen der Hoffnung“.

Das war ja hahnebüchen, dass ausgerechnet in der Institution, die sich darauf beruft, von Gott selber gegründet worden zu sein, dass das eine der kriminellsten Banken der Welt ist. – Andreas Englisch, Vatikankorrespondent