Desertec ohne Desertec-Stiftung: Stillstand beim Wüstenstrom

02.07.2013

Das einzige Vorzeigeprojekt Desertec hat offenbar Probleme. Eigentlich wollen die Mitglieder der Desertec Initiative schon bald Wüstenstrom nach Europa bringen. In Marokko ist zwar der erste Spatenstich für ein großes Solarkraftwerk gemacht worden, doch jetzt ist die namensgebende Desertec-Stiftung aus dem Projekt ausgestiegen.

Solche Solarkraftwerke wie hier in Südspanien will die Desertec Initiative in den Wüsten Nordafrikas bauen. Foto: © ABB

berät Energieunternehmen.Matthias Ruchserberät Energieunternehmen. 

23 Prozent unserer Energie in Deutschland kommt bereits aus erneuerbaren Quellen. Etwa ein Fünftel davon stammt aus Sonnenkraft. Doch hier in Mitteleuropa scheint die Sonne nicht immer.

Nachhaltiger Strom aus der Wüste

Die Idee liegt nahe, einfach in der Wüste riesige Solarkraftwerke zu bauen. Gibt es doch dort viel mehr Sonnenstunden und sehr viel Platz. Anschließend könnte man die gewonnene Energie dann nach Europa exportieren.

Die Desertec Industrial Initiative hat sich genau das zum Ziel gemacht. Schon seit zehn Jahren tüfteln Experten an der Umsetzung des Projekts. Im Mai ist der Spatenstich für das erste Desertec-Solarkraftwerk in der Wüste Marokkos gemacht worden.

Siemens, Bosch und jetzt Desertec-Stiftung

Doch in den letzten Monaten sind immer mehr Mitglieder aus dem Projekt ausgestiegen, unter anderem die Konzerne Bosch und Siemens. Jetzt verlässt auch die Desertec-Stiftung die Initiative.

Wir haben mit Matthias Ruchser vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik über den Stiftungsausstieg und die Bedeutung für das Projekt Desertec gesprochen.