Deutscher Fußball-Bund wickelt Lizenzeinnahmen der Nationalmannschaft über Tochterfirma ab

Transparenz adé? Warum der DFB WM-Millionen in einer Tochterfirma parkt

14.07.2014

Deutschland ist Weltmeister und für den Deutschen Fußball-Bund bedeutet das auch viele zusätzliche Millionen. Ein Teil der Einnahmen wird jedoch nicht direkt beim DFB verwaltet, sondern in einer Tochterfirma.

Der Traum vom Weltmeister-Titel ist in Erfüllung gegangen und der Deutsche Fußball-Bund, kurz DFB, in doppelter Hinsicht ein Gewinner. Denn mit jedem Erfolg der deutschen Nationalmannschaft verdient der DFB viel Geld. Das zeigen die Zahlen: Auf rund 90 Millionen Euro belaufen sich die Einkünfte des DFB derzeit, während es 2004 noch knapp 60 Millionen Euro gewesen sind – in den vergangenen zehn Jahren also ein Anstieg um die Hälfte.

Mit dem WM-Sieg streicht der DFB nun 35 Millionen Dollar Prämie ein. Hinzu kommen noch Gelder von Sponsoren und Werbeeinnahmen, aber auch die Umsätze aus dem Verkauf von Trikots, Sammelbildern oder Schals. Bereits vor dem Finale hatten mehr als zwei Millionen Fans das aktuelle Trikot der deutschen Kicker gekauft. Damit ist die bisherige Bestmarke bereits gesprengt gewesen. An jedem verkauften Trikot verdient der DFB mit. Ein großer Teil dieses Lizenz-Geldes landet jedoch nicht direkt auf einem Konto des DFB. Das Geld geht woanders hin. Wohin, das haben zwei Reporter des Handelsblatts recherchiert. Wir haben mit Massimo Bognanni darüber gesprochen.

Foto_BognanniIch würde mir vom DFB mehr Transparenz und aktuellere Zahlen wünschen.Massimo BognanniReporter beim Handelsblatt