Die “Blue Card” kommt: Wird damit der Fachkräftemangel verhindert?

08.12.2011

Die Lösung gegen den von der Wirtschaft konstatierten Fachkräftemangel soll nun eine so genannte "Blue Card" sein. Das ist eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis für Nicht-EU-Ausländer. Sie soll es deutschen Unternehmen leichter machen, Personal aus dem Ausland anzuwerben.

Hochqualifizierte Fachkräfte werden auf dem deutschen Stellenmarkt zukünftig vermehrt gesucht. Foto: © Paul-Georg Meister / pixelio.de

Leiter des Referats Arbeitsmarkt und Zuwanderung beim DIHK.Stefan HardegeLeiter des Referats Arbeitsmarkt und Zuwanderung beim DIHK. 

Das Bundeskabinett hat nun einer EU-Richtlinie zur Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis für Nicht-EU-Ausländer zugestimmt. Wenn auch ein wenig verspätet, kommt sie damit nun doch – die „Blue Card“ für hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland.

 

Bisher lief das Anwerben von Fachkräften für deutsche Unternehmen nicht so gut. Die zu Beginn des Jahrtausends für IT-Fachkräfte eingeführte „Green Card“ stieß auf wenig Gegenliebe, was wohl auch an den zu hohen Beschränkungen lag. Damit Arbeiten in Deutschland attraktiver wird, sind deshalb bei der „Blue Card“ die Voraussetzungen noch einmal gesenkt worden. Aber reicht das?

Insgesamt sehen wir schon, dass Bedarf da ist, […] allerdings versuchen die Unternehmen in erster Linie mit Ausbildung, Weiterbildung oder der Beschäftigung von Frauen und Älteren auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sich umzugucken. (Stefan Hardege)

Über die Chancen der neuen Blue Card haben wir mit dem Arbeitsmarktexperten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Stefan Hardege gesprochen.